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Dum Dum Girls (Credit James Orlando, Tamaryn)

Dum Dum Girls – Too True

Dum Dum Girls ist eine reine Mädelstruppe, die sich rund um die Frontfrau Dee Dee Penny aka Kristin Welchez formatiert. Das war allerdings nicht immer so.

Solo, mit Partner, Mädels

Dum Dum Girls war nämlich zunächst ein Soloprojekt von Dee Dee Penny, das sie 2008 ins Leben gerufen hat. Zu dem Namen Dum Dum Girls ließ sich die Sängerin zum einen von dem Album „Dum Dum“ von The Vaselines und zum anderen von dem Song „Dum Dum Boys“ von Iggy Pop inspirieren. Eine doppelte Hommage sozusagen. Auch ihren Künstlernamen Dee Dee Penny hat sich Kristin Welchez nicht ohne Grund gegeben. Er stammt von einem ihrer musikalischen Vorbilder – dem mittlerweile verstorbenen Bassisten Dee Dee aka Douglas Colvin von der Band The Ramones.

Bei ihren ersten Konzerten ließ sich Dee Dee Penny noch von ihrem Ehemann Brandon Welchez (Crocodiles), Mike Sniper (Blank Dogs) und Frankie Rose begleiten. Doch schon bald machten die Dum Dum Girls ihrem Namen alle Ehre und traten als reine Frauenband auf. Dabei gab’s im Lauf der Zeit einige Wechsel. Angefangen hat Dee Dee Penny gemeinsam mit der Gitarristin Jules, Bassistin Bambi und Frankie Rose am Schlagzeug. Die hat die Band 2010 verlassen. Nachfolgerin am Schlagzeug wurde Sandra Vu. Bassistin Bambi hat sich 2011 von den Dum Dum Girls verabschiedet. Für sie neu dazugekommen ist Malia James. „Too True“ ist übrigens das erste Album, auf dem Dee Dee Penny alle Songs selbst spielt und singt.

Von Rock zu Barock

Ihr Debütalbum „I Will Be“ erschien 2011, die zweite Platte „Only In Dreams“ nur ein Jahr später. Auf das dritte Album „Too True“, das seit dem 31. Januar erhältlich ist, mussten die Fans drei Jahre warten. Geplant war es eigentlich schon früher, aber Dee Dee Penny hatte nach einer äußerst anstrengenden und Kräfte raubenden Tour stimmliche Probleme. Im Nachhinein ist sie nicht traurig über die Verzögerung, weil sie so genügend Zeit hatte, die Songs ganz in Ruhe zu überarbeiten und zu dem zu machen, was sie jetzt sind: ein neuer Gitarrensound, der durch seinen bittersüßen Klang unsere Gefühle berührt. Inspiriert und beeinflusst wurde Dee Dee Penny bei ihren Songs übrigens von literarischen Größen wie Rainer Maria Rilke, Anaïs Nin, Arthur Rimbaud, Paul Verlaine, Charles Baudelaire, Sylvia Plath und Musikpoeten wie Patti Smith und Lou Reed.

Auf dem Cover von „Too True“ präsentiert sich Dee Dee Penny mit schwarzem, schulterlangem Haar, Smokey Eyes, roten Lippen und kurzen Lederklamotten. Ein Statement, das äußerst gut zu der Musik passt, die sie macht. Und gleich zeigt, dass wir es hier nicht mit einer soften Pop-Girlsband zu tun haben. Dum Dum Girls haben immer schon ganz weit oben in der alternativen Rockszene mitgespielt. Durch den, wenn auch nicht ganz freiwilligen Reifeprozess der neuen Platte, hat sich auch der Stil um einiges weiterentwickelt. Stimmungsvolle Balladen, fast barocke Elemente, ein melancholischer Schleier macht die Songs besonders.

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