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Slowly Rolling Camera – Slowly Rolling Camera – Bedrohlichkeit und Grundwärme

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Slowly Rolling Camera ist ein Projekt, das aus dem Pianisten und Komponisten Dave Stapleton, Produzent Deri Robert, Sängerin Dionne Bennett und Schlagzeuger Elliot Bennett besteht. Das Ergebnis ist eine Mischung aus Portishead und Sigur Ros, mit starken Jazz und Soul Einflüssen. Auf ihrem selbst betitelten Debutalbum setzt die Band vor allem auf Atmosphäre, genau wie ihre Vorbilder. Die soulige Stimme von Dionne Bennett gibt dem Ganzen auch eine sehr warme und angenehme Atmosphäre. Wenn David Stapleton sein Keyboard in Angriff nimmt, kommen sogar manchmal progressive Töne zum Vorschein.

Kühler, langsamer, schleppender – man möchte beinahe sagen gefährlicher – beginnt aber der Opener „Protagonist“, der klingt, als hätten sich Soul, Jazz, Trip-Hop und Progressive in einem Raum versammelt. Ja, das hier ist Dark Jazz-Pop. Absolut. Und der, lehrt uns Slowly Rolling Camera, verliert trotz seiner dezenten Bedrohlichkeit nie eine gewisse Grundwärme. Ein toller Song!

Das folgende „Dream A Life“ lässt sich dagegen wieder beschwingter an. Der fröhlich-rumpelige Mitgroover, der durch seinen prägnanten Rhythmus besticht, klingt, als hätte man einen Haufen spielwütiger Indie-Rocker auf das Instrumentarium einer Jazz-Band losgelassen. Das ist Spielfreude pur, schwerer zu hüten als ein Sack Flöhe und gleichzeitig der Beweis, dass Slowly Rolling Cameras Album vor allem von seinem Bandklang lebt.

Einen träumerischen Tag-am-Meer-Ausklang findet „Slowly Rolling Camera“ mit „Color“. Super reduziert mit Streichern und Hall kreiert es eine geradezu sakrale Atmosphäre, die den Hörer in eine geistige Sphäre erhebt, in der er nicht mehr zu unterscheiden vermag, ob am Schluss des Stücks ein feines Störgeräusch oder ein instrumentaler Klang zum Tragen kommt. Slowly Rolling Camera haben es verstanden, dem Album Raum und Zeit für die Entwicklung seiner Eigendramaturgie zuzugestehen.

„Slowly Rolling Camera“ ist eines der wenigen Alben, die einen über Wochen begleiten können, mit Stücken, die mal hier-, mal dorthin wandern und trotz der deutlichen Zäsur zwischen ihnen derart nahtlos ineinander überzugehen scheinen, dass man oftmals gar nicht weiß, ob es sich hier um eine Generalpause handelt oder ob ein neuer Song anfängt. Die – im positiven Sinne – minimale dynamische Spannweite trägt das Ihrige zum Eindruck eines Kunstwerks ohne Brüche bei, während die prächtigen Harmonien pure Schönheit vermitteln. „Slowly Rolling Camera“ wirkt damit nicht nur wie aus einem Guss, sondern mehr noch wie in einem Fluss.

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