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Temples – Sun Structures

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Temples, das sind die Brüder im Geiste James Bagshaw und Thomas Warmsley gemeinsam mit Sam Toms und Adam Smiths, die sich 2012 zunächst als Home-Studio-Band gründeten. Temples haben sich dem nicht gerade jungen Stil Psychedelic-Rock verschrieben. Diesem verpassen sie jedoch einen frischen und jugendlichen Anstrich, so dass die zwölf Songs auf ihrem Debütalbum „Sun Structures“ förmlich leuchten.

Dennoch drängt sich die Frage auf inwieweit dies unter Retro zu verbuchen ist? Thomas Warmsley gefällt an „Retro-Musik“ die Art und Weise wie damals noch Songs geschrieben wurden und dass für viele Musiker das Songwriting noch als wahres Handwerk galt, das man wirklich beherrschen musste, damit es gut ist.

Das Album startet dann auch traditionell mit typischen Byrds Jingle Jangle Gitarren. Der „Shelter Song“ ist die erste Haltestation einer Reise, bei der auch die Beatles und jene ewig jungen, ja zeitlosen, sonnigen Schallwellen aufeinandertreffen und in der Summe ein vielfarbiges Kaleidoskop erzeugen. Worte, die auch auf die nachfolgenden Titel übertragen werden können, in der Einzelbetrachtung geben die Stücke jedoch weitere Facetten und Halluzinationen preis.

So scheint der Titelsong dem Bandnamen entsprechend förmlich in erhabenen Tempeln zu hallen, während das Schlagzeug gegen die Schädeldecke klopft und die Keyboards der Sonne entgegen schwimmen. Der Gesang ist hell, die Stromgitarren schwirren Sitar gleich gen Indien und die Ahhahha-Chöre weichen einem die Hirnrinde auf. Unvermittelt finden wir uns auf dem melodiös verspulten „Golden Throne“ wieder, wir sehen Syd Barrett lächeln und sinken hinab zu „Keep In The Dark“, das uns einen charmanten T. Rex mäßigen Psych-Folk in Hirn und Bein projiziert. Also tanzen wir weiter zu „Mesmerize“, das naturgemäß verzaubert und fasziniert mit seinem schimmernden Regenbogensound.

„Move With The Season“ klingt, als hätten die psychedelischen Beatles mit der Leichtigkeit der Beach Boys die „Pet Sounds“ Himmelleiter erklommen. Hach wie schön, wie wolkenverhangen. Vernebelt nehmen wir „Colours To Life“ und „A Question Isn’t Answered“ wahr, lassen “The Guesser” den “Test Of Time” bestehen, wobei das Mellotron den Klangkosmos in leuchtend schwimmendes Gelb taucht. Der Horizont ist geschmückt mit Melodie und Farben, die zerlaufen und schmelzen wie Dalis Uhren.

Danach tanzen wir auf Sand: „Sand Dance“ ist ein rituelles, feierliches Spiel, das in „Fragment’s Light“ zerfällt und doch wieder leuchtet, mal schrill, mal zart schimmernd in den mit Blumen und Sonnenklängen geschmückten Tempeln. Ein ewiger Kreislauf, zurück zum „Shelter Song“, wir sind wieder mitten drin in den „Sun Structures“ der Temples und verlieren uns abermals in deren Melodien, Farben und Lichter.

„Sun Structures“ ist ein Genre-Klassiker und wird sicher in einigen Jahresbestenlisten 2014 auftauchen.

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