Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages

Für diese Website registrieren

sechzehn − 10 =

Mit der Registrierung stimmst du den MusikBlog Nutzungsbedingungen zu.

Bitte gib deine E-Mail-Adresse hier ein. Du bekommst eine E-Mail zugesandt, mit deren Hilfe du ein neues Passwort erstellen kannst.

Entdecke neue Musik

Empfiehl deinen Freunden neue Alben oder Konzerte deiner Lieblingskünstler, erstelle deine persönlichen Album-Charts oder gewinne Konzertkarten und mehr bei unseren Gewinnspielen.

Das Problemkind Kurt Cobain

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.

 Ziemlich genau vor 20 Jahren – nämlich am 5. April 1994 – nahm sich Kurt Cobain durch Selbstmord das Leben. Seine über den kompletten Globus verstreuten Fans sind noch immer voller Erinnerung, während seine Heimatstadt Aberdeen ihn fast vergisst.

Das Städtchen ist trist, von Qualmwolken umgeben und vom dreckigen Black River durchzogen.  Die guten alten Zeiten als blühende Holzfällerstadt liegen weit in der Vergangenheit. Heute gibt es hier ein örtliches Gefängnis, einen großen Supermarkt und viele leerstehende Häuser. Der glänzenden Lack wurde an den meisten Stellen von braunem Rost abgelöst.

In dieser kleinen Stadt erblickte der Grunge als eine brodelnd-schmutzige Mischung aus Punkrock und Metal das Licht der Welt. Und in ebendieser Stadt wuchs auch Kurt Cobain auf, der später der Frontmann der Gruppe Nirvana werden sollte und mit seiner Musik – dem Grunge – eine ganze Generation prägen sollte. Kurt Cobain ist weit über die Grenzen der kleinen Ortschaft Aberdeen in der ganzen Welt bekannt und doch hat sein Geburtsort Schwierigkeiten mit seinem vor 20 Jahren verstorbenen Star.

Der Schriftzug „Come As You Are“, der als Schild am Eingang des Ortes auf den berühmten Künstler hinweist, wurde erst unglaubliche elf Jahre nach Cobains Tod angebracht, als sich ein paar junge Leute beschwerten, dass es keinerlei Erinnerung an den Nirvane-Sänger gäbe. Und auch die 2011 geführte Debatte um die Young Street Bridge spricht Bände. Die Brücke, die nur zwei Blocks von Kurts Elternhaus entfernt liegt und dem Jungen in seiner Jugend als Spielplatz diente, sollte zu Ehren des Sängers dessen Namen tragen. Der Vorschlag wurde grob abgeschmettert! Man könne keine Brücke nach einem Drogensüchtigen benennen, der sich selbst das Leben genommen hatte und seine Stadt wiederholt abschätzig erwähnte. Was soll dieser Mensch für ein Vorbild sein?

Ein Kompromiss: Nun erinnert zumindest ein kleiner Park im Ort an den Nirvana-Frontmann und fängt Fans auf, die von der ganzen Welt Richtung Aberdeen pilgern. Der über 70 Jahre alte Tori Kovach, der direkt neben diesem „Kurt Cobain Landing“ wohnt, bringt es treffend auf den Punkt: „Er hat Generationen mit seiner Musik beeinflusst. Und er kommt von hier! Das dürfen wir nicht ignorieren.“

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.