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Wir wollen nahe an den Menschen sein – I Heart Sharks im Interview

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I Heart Sharks InterviewKurz vor ihrem Auftritt im Club Bahnhof Ehrenfeld in Köln traf MusikBlog die Berliner Elektro-Pop Band I Heart Sharks. Pierre Bee, Simon Wangemann und Martin Wolf sprachen mit uns über die Zusammenarbeit mit Hurts-Produzent Joe Cross, ihren verrückten Auftritt als Vorband von Kraftklub in der riesigen Westfalenhalle in Dortmund und ihre neue „Anthems“-Tour.

MusikBlog: Ihr habt unter anderem schon als Vorband für Kraftklub in der riesigen Westfalenhalle gespielt. Wie kam es überhaupt dazu? Wie habt ihr die Jungs von Kraftklub kennengelernt?

Pierre Bee: Wir haben die auf Festivals kennengelernt. Das finden wir ziemlich cool, einfach Bands auf Festivals kennenzulernen. Kraftklub war eine der Bands, die wir in einem Jahr voll oft gesehen haben und wir sind jetzt gute Freunde mit ihnen geworden. Sie haben uns dann inoffiziell gefragt, ob wir Lust hätten, in der Westfalenhalle zu spielen. Da haben wir natürlich sofort gesagt „Ja cool, machen wir!“.

MusikBlog: Also ihr habt immer noch Kontakt zu Kraftklub?

Pierre Bee: Ja haben wir. Das ist oft so, dass wir uns gegenseitig einfach fragen, ob wir füreinander spielen.

MusikBlog: Und wie fandet ihr es damals, vor so einer großen Menge zu spielen?

Pierre Bee: Überwältigend.

Simon Wangemann: Sowas in der Größe haben wir in den seltensten Fällen, nur vielleicht mal als Besucher, gesehen. Dann da plötzlich auf die Bühne zu kommen…

Pierre Bee: Für Kraftklub war das auch krass. Die haben davor ja 2000er Hallen gespielt und dann die Westfalenhalle. Man stand hinter der Bühne, hat rausgeschaut und dachte nur „Gott, sind das viele Menschen“. Es war auch sehr charmant bei den Konzerten mit Kraftklub und diesen Charme würden wir gern behalten. Egal wie groß das wird, es soll immer noch eine sehr persönliche Sache sein.

MusikBlog: Eure neue Platte „Anthems“ beinhaltet viele neue Ideen und Vorstellungen. Es scheint, als hättet ihr euch weiterentwickelt. Was unterscheidet euer neues Album von euren früheren Releases?

Pierre Bee: Wir haben uns diesmal sehr auf das Songwriting konzentriert, darauf, dass wir auf jeden Fall Songs mit einer Geschichte schreiben. Die erste Platte ging damit ein bisschen brachialer und direkter um. Vielleicht war das ein wenig jung und naiv. Jetzt ist es zwei Jahre später und es hat sich einfach viel verändert und wir haben ein klareres Bild von dem was wir schaffen wollen. Wir haben über die Jahre sehr viel live gespielt und Sachen gesammelt und das ist mit in die Platte eingeflossen.

Simon Wangemann: Da hat man am Anfang auch gemerkt, zum Beispiel in der Westfalenhalle, wie Musik, wenn man sie spielt, ganz anders klingt, wenn man in größere Clubs kommt. Am Anfang waren wir ja in so Räumen wie hier. Da klingt alles immer so klein und kaputt. Aus so einer Umgebung ist das erste Album entstanden und dann in Venues zu kommen und zu sehen wie es ist, wenn ganz viele Leute davorstehen und der Ton so richtig weit raus trägt und viele Leute das mitsingen – dieses Gefühl von Größe wollten wir dieses Mal mit auf die Platte bringen. Wir haben mehr Zeit im Studio damit verbracht, genau das zu erzeugen.

MusikBlog: Also seid ihr mit gezielten Vorstellungen und Ideen ins Studio gegangen?

Pierre Bee: Vieles ist plötzlich entstanden. Wir haben nicht viel drüber nachgedacht. Es ist einfach passiert. Wir haben das Album sowohl in Berlin als auch in Manchester aufgenommen und damit sind viele neue Erfahrungen dazugekommen.

MusikBlog: Inwiefern hat denn das Produzieren in Manchester mit Joe Cross die Platte beeinflusst?

Simon Wangemann: Wir haben vorher noch nie mit einem Produzenten gearbeitet. Das war also das erste Mal. Pierre und seine erste Band kannten ihn schon länger, wir haben ihn dadurch kennengelernt und sind mit ihm in Kontakt gekommen und haben gesagt „Hey, wir finden dich gut. Wir wissen was du produzierst. Wollen wir nicht mal zusammen was machen?“. Und dann ist er nach Berlin mit seinem Auto gefahren, weil er Flugangst hat. Das waren bestimmt zwanzig Stunden. Dann kam er bei uns an, hat seinen Rechner im Studio ausgepackt und wir haben zwei, drei Tage lang geschrieben und produziert. Wir haben schnell gemerkt, dass wir mit ihm als zusätzliches Bandmitglied sehr gut zurecht kamen und dass wir ihm sehr viel Recht in seinen Entscheidungen geben konnten und er uns auch. Er ist auf viele Ideen gekommen die für uns neu waren. Wir kommen gut miteinander aus.

MusikBlog: Was ist euer persönlicher Favorit auf dem Album und warum?

Pierre Bee: Ich mag am liebsten „Headlines“, weil das irgendwie so ein Song ist, der so wie die Songs klingt, die ich als Kind gehört habe. Also Musik aus den 80ern. Auch das Thema des Songs mag ich am liebsten.

Simon Wangemann: Bei mir wechselt das immer wieder, je nach Laune. Ich hab immer jede Woche, jeden Monat ein anderes Lieblingslied. Ich hoffe auch, dass Leute, die das Album jetzt kennenlernen und hören, das Gleiche empfinden. Dass sie im Laufe der Zeit immer wieder einen anderen Titel entdecken und mögen.

Martin Wolf: Bei mir genau so. Zu Beginn war es mal „Us“, irgendwann mal „Strangers“ und aktuell ist es „Wait“. Verändert sich also wirklich von Woche zu Woche.

MusikBlog: Eure Single „To Be Young“ handelt von der Sorge, die eigene Jugend zu verpassen oder zu verschwenden. Wie kam es zu diesem Thema?

Pierre Bee: Es gab so einen Zeitpunkt, an dem man merkte, dass man nicht unsterblich ist. Also, dass man als Mensch auch ziemlich zerbrechlich sein kann. Dass alles ziemlich schnell vorbei sein kann. Deswegen auch der Gedanke, dass man im Leben alles mitnehmen muss, was man mitnehmen kann. Und nicht die ganze Zeit etwas machen, was man eigentlich nicht machen will, nur weil man Angst hat, etwas Neues zu probieren.

MusikBlog: Wann kam bei euch dieser Zeitpunkt?

Pierre Bee: Bei mir kam das Gefühl immer da, wenn ich weggegangen bin. Man merkt, dass der Körper das Einzige ist, was man eigentlich hat und wenn das nicht geht, ist alles vorbei. Man merkt, wie zerbrechlich man ist. Das ist kein schönes Gefühl. Deswegen muss man machen, was einen glücklich macht.

MusikBlog: Eure Live-Auftritte sind immer sehr aufregend. Was habt ihr euch für die Tour und auch für die Festival-Auftritte im Sommer vorgenommen? Wird es irgendwelche Überraschungen geben?

Simon Wangemann: Wir haben jetzt auf jeden Fall Lieder vom neuen Album mit im Set. Es war ein bisschen schwierig, zu überlegen, welche überhaupt reinpassen, weil man dann irgendwann alte Titel wieder rausnehmen muss. Und das Ganze ist dadurch länger geworden, wir spielen jetzt bestimmt 10-20 Minuten länger. Wir haben auch neue Lichter gebaut, aber zu viel verraten will ich auch nicht, das wird man auf der Tour sehen!

Pierre Bee: Die Idee ist, dass man viele ehrliche, große Konzerte gibt. Wenn man ein größeres Konzert, zum Beispiel auf einem Festival, spielt, sollte man immer noch die Verbindung zu den Leuten haben. Gestern haben wir in einem Club unter einem Museum in einem Keller gespielt. Da waren 120-130 Leute drin und das war mega-gut, weil man so nah an den Menschen war. Das wollen wir auch schaffen, wenn wir ein größeres Konzert oder Festivals spielen.

Martin Wolf: Ich finde auch, dass wir mehr zu einer Band geworden sind. Allein durch den Fakt, dass wir jetzt noch einen Bassisten dabei haben. Das fühlt sich einfach noch mehr an wie eine Live-Band. Das wächst immer mehr in diese Richtung.

MusikBlog: Lieber kleines Club-Konzert oder Festival?

Pierre Bee: Das hat alles seine Vorteile.

Simon Wangemann: Wir freuen uns jetzt gerade auf die Festivals, die im Sommer sind, weil wir das so lange nicht hatten. Letztes Jahr hatten wir nur ein paar aber wenige, weil wir viel Zeit im Studio verbracht haben. Ohne Konzerte und ohne Publikum. Jetzt wollen wir wieder raus auf die Festivals, auf die großen Bühnen, vor vielen Leuten spielen. Das macht immer Spaß. Aber auch wieder viele Leute treffen so wie Kraftklub und andere Bands, die man jetzt im Winter nicht gesehen hat.

Pierre Bee: Aber auf die Tour freut man sich natürlich auch tierisch. Es ist gerade erst der zweite Tag und wir haben richtig Lust. Wir haben so lange nicht mehr in Köln gespielt. Es wird auf jeden Fall Spaß machen, hier zu spielen.

Martin Wolf: Erstens das und zweitens wird es ja von Show zu Show auch meist besser. Am Anfang ist es ein wenig wackelig und später kennt jeder seinen Ablauf und weiß genau was er zu tun hat.

MusikBlog: Vielen Dank für das Interview.

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