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Clipping. – CLPPNG

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HipHop ist im Jahr 2014 – sofern er es in die Charts schaffen möchte – häufig tanzbar, geht textlich nicht mehr an die Stellen, wo es weh tut und feiert sich größtenteils selbst. Dass das allerdings nicht immer der Fall sein muss, zeigten vor einigen Wochen die New Yorker Ratking, die mit ihrem gelungenen Debüt „So It Goes“ längst vergessene Soundtüren öffneten. Die East Coast rappelt sich also – und auch an der West Coast tut sich etwas. Clipping. sorgten dort schon im letzten Jahr mit „Midcity“ für Aufsehen. Nun legen sie mit „CLPNNG“ nach und kehren ihrerseits zu den Wurzeln ihrer Heimatstadt Los Angeles zurück, ohne gleichzeitig das Auge für den aktuellen Sound zu verlieren.

Es knistert und knarzt auf dem Album. Die von William Hutson und Jonathan Snipes beigesteuerten Beats wirken industriell. Ein großes Experiment, bei dem verrückte Wissenschaftler ein paar Stoffe zusammenschütten und schauen, was passiert. Mal führt es zu Explosionen („Dominoes„), mal qualmt es nur ein bisschen („Or Die“). Auf die Ergebnisse rappt in jedem Fall Daveed Diggs, der häufig in Flow und Stimmfarbe an die Ying Yang Twins erinnert. Ein bisschen Noise-Musik aus L.A., ein bisschen Dirty South in den Vocals und schließlich eine Prise der West Coast-typischen Gelassenheit. Fertig ist Clipping.

Nicht nur Krach wird geboten, auch Alltagsgeräusche werden zweckentfremdet. Bei „Get Up“ besteht der Beat beispielsweise nur aus den Geräuschen eines elektronischen Weckers. Das ist alles. Musik im Gewand des everyday life.

Ein Herz für das Außergewöhnliche muss man mitbringen, wenn man „CLPPNG“ hört. Mit „Work Work“ hat das Album im Prinzip nur einen richtigen Ohrwurm zu bieten. Der ist allerdings gleich von der ganz hartnäckigen Sorte. Ansonsten bilden die Songs kleine Labore, in denen mal mit diesem Effekt, mal mit jenem Stimmeinsatz hantiert wird.

Technisch ist das Album in allen Belangen weit vorne. Diggs rappt immer onbeat, variiert seinen Flow, sodass es nicht langweilig wird und wirkt auch im Doubletime souverän. Die Beats wurden mehr als einmal durchdacht. Das einzige Problem, das sich im Zuge der Konzeption von „CLPPNG“ entwickelt, ist der doch recht anstrengende Charakter des Albums. HipHop-Fans werden sich ob der genannten Vorzüge beim Hören freuen können. Für alle anderen dürfte es schwierig sein im Angesicht all der verschiedenen Noise- und Industrial-Einflüsse nicht schon in der Mitte von „CLPPNG“ die Nerven zu verlieren.

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