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Cro – Melodie

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Seit drei Jahren versucht die deutsche Hip-Hop-Szene den geneigten Zuhörern zu vermitteln, dass sie nicht Cro hören sollten. Mögliche Gründe: Der rappt ja gar nicht richtig. Seine Beats sind so poppig. Außerdem hat er eine Panda-Maske auf. Und seine Fans sind alle minderjährig.

Fair ist das nicht, denn wenn man objektiv an die Sache herangeht, stellt man fest: Carlo Waibel, so Cros bürgerlicher Name, rappt mindestens solide. Dazu muss man sich nur seine alten RBA-Runden zu Gemüte führen. Und Punkt 2: Er möchte ja gar keinen „realen“ Straßenrap machen. Warum ihn also an dessen Gütekriterien messen? Cro steht für eine gutgelaunte Mischung aus Rap und Pop – und in dieser kleinen Nische liefert er ab, wie kein Zweiter.

Das beweist auch sein neues Album „Melodie“. Die Fußstapfen von „Raop“ sind groß. Über 500.000 mal wurde es verkauft und ohnehin gilt das zweite Album als schwierig. Cro hat sich davon offensichtlich nicht beeindrucken lassen und macht einfach weiterhin sein Ding.

Sein Ding, das ist übrigens die dichte Aneinanderreihung von Ohrwürmern, die einen so schnell nicht wieder loslassen. Spätestens beim zweiten Song namens „Meine Gang“ haben sie sich in der letzten Hirnwindung eingenistet und das „Crew Crew Crew“ in der Hook hallt noch nach, lange nachdem der Track bereits zu Ende ist. Und dann wäre da ja auch noch „Traum“, bei dem man sicherlich kein Prophet sein muss, wenn man prognostiziert, dass das einer der Sommerhits 2014 wird.

Die erste Hälfte von „Melodie“ ist mitreißend. Die Beats sind gut ausgetüftelt und mit amerikanischem Flavor ausgestattet (zum Beispiel „Erinnerung“). Dazu kommt Cros leichtfüßiger Flow, der ihn über die Samples trägt (vor allem bei „Cop Love“ und „Vielleicht“).

Dann allerdings kommt es zum Bruch. Mehrere Songs folgen aufeinander („Jetzt“, „Wir waren hier 2“ und „Melodie“), die vom luftigen Pop-Sound etwas in die Belanglosigkeit abdriften und von denen wenig hängen bleibt. Gegen Ende des Albums rappelt sich Cro allerdings noch einmal und liefert auf „Nett Flendersallerfeinstes Gespitte ab. „Nur Dich“ ist schließlich ein runder Abschluss.

17 Songs ist „Melodie“ stark. Angesichts einer kleinen Schwächephase in der zweiten Hälfte hätten es ruhig drei bis vier Tracks weniger sein dürfen. Der Rest des Albums macht jedoch genau das, was es soll: ein unbeschwertes Lebensgefühl vermitteln. Damit wird Cro vermutlich wieder die Nummer 1 der Albumcharts entern – und das ist wahrlich nicht unverdient.

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