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Maps – Realigned

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Seit acht Jahren steht James Chapman alias Maps für ausgeklügelten Elektro. Erst letztes Jahr begeisterte der Engländer mit seinem Album „Vicissitude“ sowohl Kritiker als auch Fans. Nun erscheint das lange erwartete Remix-Album „Realigned“, auf dem Tracks aller bisherigen Maps-Alben neu interpretiert werden.

Zu diesem Zweck hat sich Maps eine äußerst illustre DJ- und Musikergemeinde eingeladen. Nicht nur Mock&Toof, Maxime Dangles und Steve Lawler durften an den Reglern drehen – auch M83 und Fantastic Mr. Fox sind vertreten. So divers wie das Aufgebot sich liest, ist die Platte schließlich geworden. Eine ganze Reihe verschiedener elektronischer Sub-Genres bildet auf „Realigned“ eine abwechslungsreiche Melange aus Synthies, Bass und Vocals.

Dabei kommt es allerdings niemals zum radikalen Bruch mit den Originalversionen von Maps. Vielmehr werden seine Ideen in den Tracks weiterentwickelt, sodass sie immer ihren Wiedererkennungswert behalten und in musikalischen Details an Tiefe gewinnen. Das Songgerüst bleibt somit bestehen und dennoch kann es vorkommen, dass das Subgenre gewechselt wird. Das ist schon ein Kunststück.

Während beispielsweise „I Heard Them Say“ auf „Vicissitude“ zwar gewisse Tiefen besitzt, wirkt es insgesamt doch wie ein moderner, aufgeräumter Song. Im Remix von Andy Stott allerdings werden die düsteren Aspekte des Tracks so sehr ausgebaut und in den Vordergrund gestellt, dass er abseits des Refrains beinahe Minimal-Charakter annimmt. Im Remix zu „I Heard Them Say“, den Maps selbst beigesteuert hat, wirkt das Stück hingegen wie eine Clubhymne aus den 80ern.

An anderer Stelle halten der Deep House („A.M.A.“ im Remix von Eule) oder auch der Jungle („Love Will Come“, geremixt von Paul Woolford) stärker Einzug. Stellenweise wird man sogar an Mr. Oizo erinnert, wenn in Songs wie „It Will Find You“ (Remix von Mock&Toof) oder „Let Go Of The Fear“ (neu interpretiert von Oliver Huntemann) die stark verzerrten Bass-Melodien ausgepackt werden.

Bedenkt man all die unterschiedlichen Einflüsse, die auf „Realigned“ zusammengebracht werden, ist das Album überraschend rund geworden. Obwohl sich bombastischere Synthie-Tracks neben Songs mit Minimal-Einflüssen einreihen, hat man zu keiner Zeit das Gefühl, es bestehe ein holpriger Übergang zwischen zwei Liedern. Das ist der Verdienst von Maps, der sich offenbar genau überlegt hat, welche Remix-Versionen er auf das Album lässt und nicht einfach die größten Namen unter den DJs ausgewählt hat.

Dass jeder einzelne Track überzeugen kann, ist hingegen den Künstlern zu Gute zu halten, die sich den Songs von Maps angenommen haben. Während oft über den Nutzen von Remix-Alben gestritten wird, zeigt „Realigned“ zweifelsfrei ihren Wert: Die Weiterentwicklung von musikalischem Material und die damit einhergehende Neuentdeckung zuvor nicht sichtbarer Elemente in Liedern. Das adelt nicht nur die als Ausgangsbasis dienende Musik von Maps, sondern auch die Musiker, die diese so konstruktiv reinterpretiert haben.

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