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Maps – Colours. Reflect. Time Loss

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James Chapman ist wohl das, was man ungemein als Kind der 90er bezeichnen würde, ohne dabei auf Buffalos, Tamagotchis und Alkopops oder grundsätzlich hängengebliebene Raver zu verweisen. Den Zugang zu den Sounds seiner Jugend, ergo elektronischer Musik, soll aber erst Aphex Twin persönlich ihm nahegebracht haben.

Seit 2007 veröffentlicht der im britischen Northampton geborene Produzent Musik unter seinem Pseudonym Maps und ist seit jeher bekannt für seine einzigartige Kunst, die elektronische Musik mit melodischen Gerüsten verbindet.

Mit „Colours. Reflect. Time Loss.“ präsentiert er sein fünftes Studioalbum, wenn man das Remix-Album „Realigned“ mitzählt. Und auch diesmal klingt Maps‘ Musik im besten Sinne wie aus der Zeit gefallen. Chapman trauert nicht musikalisch der Vergangenheit hinterher in dem er Sound-Tribute liefert, sondern bildet authentische Gefilde.

In „Wildfire“ trifft sanfter, leicht verzerrter Gesang auf ebenso zurückhaltende Drum-Sounds und eine träumerische Elektro-Landschaft.

„Just Reflecting“ spielt mit ähnlichen, anfänglichen Verzerrungen um dann mit Trompeten und einem prächtigen, breit instrumentierten Soundgewand aufzutrumpfen.

Bei „New Star“ kommt ein hastiges Schlagzeug zum Einsatz, im Hintergrund raunen kosmische Sounds bis ein von Sythie-Tönen angeführter Bruch kommt.

„Colours. Reflect. Time Loss.“ experimentiert, ohne von seinem roten Faden abzukommen: Dream-Pop, modern-andeutete Synthies und der rauschige, verzerrter Gesang sind ein steter Begleiter und verleihen dem Album auch eine psychedelische Grundstimmung.

Auch einfache Keyboard-Töne bindet er in seine Songs ein, um mit klarem Gesang einzustimmen wie in „Howl Around“.

Chapman deckt auf „Colours. Reflect. Time Loss.“ vielseitige Einflüsse aus den 90er Jahren ab und bedient sich an griffigen Shoegaze Melodien („Both Sides“).

Mit dieser seltenen, aber überraschend zugänglichen Mischung ist Maps heutzutage wohl ein Ausnahmekünstler. Wenn der große Nostalgie-Hype auch demnächst musikalisch und nicht nur modisch ins Rollen kommen sollte, könnte er ganz vorne mit dabei sein.

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