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The Raveonettes (Credit Beat Dies)
The Raveonettes (Credit Beat Dies)

The Raveonettes – Pe’ahi

Das dänische Duo The Raveonettes startete 2002 mit dem Mini-Album „Whip It On“ gleich mal richtig durch. Die acht Songs genießen längst Kultstatus und der Titel „Attack Of The Ghost Riders“ ist ein echter Dauerbrenner und beinahe so etwas wie das Markenzeichen der Skandinavier. Weitere Höhepunkte waren die Alben „The Chain Gang Of Love“ (2003), „Lust Lust Lust“ (2008) und „Raven In The Graven“ von 2011. Da blieben illustre Gäste nicht aus, Hochkaräter der Szene wie Martin Rev (Suicide), Ronnie Spector (The Ronettes) und Moe Tucker (The Velvet Underground) hatten ihren Einsatz.

Ihr neuestes Werk titeln die Beiden nun nach dem weltbekannten Surf-Spot „Pe’ahi“ auf der hawaiischen Insel Maui. Dass dort bei bestimmten Bedingungen hohe Wellen entstehen, scheint auch den Raveonettes bekannt zu sein, gewissermaßen münzen die Dänen jene Wellen in Klänge und Wall Of Sound um. Dabei lassen sie ihre Melodien mit einer gewissen Eleganz durch den Gitarrenlärm surfen und zaubern damit Songs, die zwischen Spector-Pop der 50er und 60er, Velvet Underground Lärm und 80er Shoegazer-Sound im Geiste von The Jesus And Mary Chain tönen.

Sune Rose Wagner ist als Gitarrist für das ebenso lärmende wie melodieführende Klangbild verantwortlich, das Sharin Foo mit ihrem Bass erdet und mit ihrer Stimme in Coolness & Candy transformiert. Zutaten, die sich auch durch ihren neuen Longplayer ziehen, der wieder deutlicher die lärmende Seite des Duos betont als dies beim Vorgänger „Observator“ von 2012 der Fall war. Im recht engen Shoegazer-Genre verstehen es The Raveonettes ihre Stücke mit Elementen des Bossa Nova („Endless Sleeper“), Hip Hop („Sisters“, „Kill“) oder harten Rock im Geiste Led Zeppelins („Summer Ends“) kurzweilig in Szene zu setzen.

Wiederholt gelingen ihnen Titel, die im Ohr bleiben und geradezu traumwandlerisch die Brücke zwischen Lärm und Melodie schlagen. Da wäre der Auftakt, jenes „Endless Sleeper“ ebenso zu nennen wie „Wake Me Up“ sowie „A Hell Below“, alle mit den Raveonettes typischen Hall-, Krach- und Mitsing-Momenten, die in der Summe zum Noise-Pop der Extraklasse werden. Da verzeiht man gerne die wenigen Ausfälle, die hartgesottene Fans eher unter Kontraste setzend verbuchen werden. Shoegazer- und Noise-Pop-Bands gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Das dänische Duo jedoch setzt nach wie vor Maßstäbe und ist aus der Szene nicht mehr wegzudenken.

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