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Es geht darum, nach den Sternen zu greifen – Zoot Woman im Interview

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Eigentlich sollte die britische Band Zoot Woman eine reine Instrumental-Combo werden. So war das zumindest von den Gründern Stuart Price und Adam Blake 1995 geplant. Dass bereits seit dem ersten Album „Living In A Magazin“ auch gesungen wird, ist die Schuld von Adams Bruder Johnny, der  ein paar Jahre nach der Gründung als Sänger zur Band stieß. Zusammen haben sie kürzlich ihr viertes Album „Star Climbing“ veröffentlicht. Darüber hat sich MusikBlog mit den Blake-Brüdern Adam (Schlagzeug) und Johnny (Gesang, Gitarre) unterhalten.

MusikBlog: Eure Band ist jetzt fast 20 Jahre alt…

Adam: (lacht) Das ist verrückt, oder?

MusikBlog: Ja, das ist es. Was waren die größten Veränderungen, die ihr mit der Band in dieser Zeit erlebt habt?

Adam: Es gibt einen Haufen technischer Veränderungen in der Musik und die Genres haben sich auch verändert. Wir müssen unseren Sound da immer ein bisschen angleichen, aber unsere Songs ändern sich dadurch nicht. Und nur weil die Industrie sich verändert, heißt das auch nicht, dass sich an unserer Arbeit viel verändert. Wir machen einfach weiter mit dem, was wir tun.

MusikBlog: Aber einen gewissen Einfluss  haben die Veränderungen am Musikmarkt doch sicher auf euch, oder?

Adam: Es hat sich viel verändert, darin wie Leute Musik kaufen und wie sie Musik hören. Ich glaube aber, dass eher Plattenfirmen ein Problem mit der modernen Zeit haben. Die Künstler lieben das Jetzt und Hier. Das Internet ist fantastisch. Als wir angefangen haben, gab es das noch gar nicht in dem Umfang. Und jetzt ist es fantastisch, einfach mal Leute in Kolumbien zu erreichen. Davon haben Musiker schon immer geträumt.

MusikBlog: Haben es Musiker also heute besser als in eurer Anfangszeit?

Johnny: Das hat nichts mit der Zeit, in der ein Musiker lebt, zu tun, sondern nur damit, wie kreativ er mit dieser Zeit umgeht. Wenn du von den Dingen, die gerade in der Welt der Musik passieren, inspiriert bist, dann wirkt sich das sicher gut auf das aus, was du tust.

MusikBlog: Wie hat die Zeit euch verändert? Welche Typen wart ihr am Anfang und wer seid ihr heute?

Adam: Ich selbst habe mich kaum verändert. Aber das Verrückte an der Musik ist ja: Ich kann immer noch der Teenager sein, der einfach nur Musik liebt.

Johnny: Wir sind immer noch dieselbe Band. Die Musik ändert sich und sie ist ja auch ein Teil von uns. Wenn du Musik machst, wirkt sich das auch auf dich aus. Aber ich habe mich selbst auch nicht viel verändert.

MusikBlog: Wie war die Arbeit an „Star Climbing“?

Adam: Wir haben versucht, wieder zurück in unsere Anfangszeit zu gehen. Wir haben uns überlegt, was uns damals beeinflusst hat. Als wir unser drittes Album rausgebracht haben, lebten wir in dieser eingefahrenen Zoot-Woman-Welt, in der du die ganzen Leute hast, mit denen du schon zusammengearbeitet hast. Dieses Mal haben wir uns dafür entschieden diese Welt zu verlassen und einen frischeren Sound zu produzieren.

Johnny: Wir haben insgesamt drei Jahre daran gearbeitet. Wir haben lange Zeit mit dem Schreiben verbracht. Am Ende hatten wir viel zu viel Material, das wir verwenden wollten. Also haben wir uns erst einmal eine Auszeit davon genommen, um später herauszufinden, mit welchen 12 Songs wir glücklich sind.

MusikBlog: Welche Geschichte erzählt das Album?

Adam: Es geht darum, nach den Sternen zu greifen. Das kann man jetzt auf das Privatleben genauso beziehen, wie auf die Arbeit oder andere Dinge im Leben. Wir wollten Songs für die Allgemeinheit schreiben, die so optimistisch wie möglich sind. Das soll jetzt nicht abgedroschen klingen, aber wir wollten einfach ein positives Album machen, bei dem sich die Leute gut fühlen. Das war ein bisschen schwierig, weil es uns leichter fällt, dunkle, unglückliche Lieder zu schreiben. Songs wie „Coming Up For Air“ hätten wir zum Beispiel nie auf unser erstes Album gepackt.

MusikBlog: Welche Songs sind euch am wichtigsten?

Adam: Wahrscheinlich ist es sogar „Coming Up For Air“. Es hat eine gute Melodie und eine positive Botschaft. Das haben wir so in noch keinem anderen Song geschafft.

Johnny: Für mich ist es der letzte Song „Waterfall Into The Fire“. Der ist ganz anders als alle anderen Songs, die wir bisher gemacht haben. Wenn eine Band etwas neues ausprobiert, ist das immer erst einmal seltsam, aber ich finde genau das interessant.

MusikBlog: Werdet ihr in 20 Jahren immer noch Musik machen?

Adam: Als wir angefangen haben, dachte ich eigentlich, wir machen nur ein Album (lacht). Ich wäre auf jeden Fall glücklich, wenn wir unsere Musik nochmal 20 Jahre weitertragen würden.

MusikBlog: Ihr habt in 20 Jahren gerade mal vier Alben rausgebracht. Wie viele werdet ihr in den nächsten 20 Jahren schaffen?

Adam: Das ist schwer zu sagen. Lustigerweise war ja nur ein Jahr zwischen unseren ersten beiden Alben. Man weiß nie, wie lange man für ein Album braucht.

Johnny: Wir schreiben und komponieren ja ständig. Es gibt da immer einen Punkt, an dem man weiß, dass man glücklich mit seinen Ideen ist. Und erst wenn dieser Punkt gekommen ist, ist man auch bereit, ein neues Album zu machen. Das kann ein paar Monate dauern, manchmal ein Jahr.

Adam: Das nächste Album könnte aber schneller fertig sein als die letzten, weil wir von den Songs, die wir für „Star Climbing“ geschrieben haben, noch viel Material übrig haben. Daran arbeiten wir natürlich weiter.

MusikBlog: Vielen Dank für das Interview.

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