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Zoot Woman – Star Climbing

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2001 stiegen Zoot Woman zu den Helden derjenigen auf, die sich zurück in die 80er wünschten. „Living In A Magazine“ wurde zwar kein kommerzieller Erfolg, konnte im Untergrund des Pop-Geschehens aber für Furore sorgen und strahlte so voller kühler Extravaganz, dass es eine wahre Freude war.

Auf den Folgealben „Zoot Woman“ und „Things Are What They Used To Be“ wurde der Stil zwar teilweise angepasst- auch die stampfenden elektronischen Beats der 90er fanden nun ihre Beachtung – aber eines blieb unverändert: die unbezwingbare Sehnsucht an vergangene Dekaden. Das zeigte sich nicht nur in Huldigungen an die Synthie-Götter Kraftwerk, sondern auch im Understatement-Stil, in dem Zoot Woman seit jeher ihren Pop-Gestus präsentierten. Genau so traten seinerzeit schließlich die Größen des New Wave und Synthiepop auf die Bühne.

Fünf Jahre nach ihrer letzten Platte bringen Zoot Woman nun mit „Star Climbing“ ihr neuestes Machwerk unter die Leute. Es war zu erwarten und dennoch ist es enttäuschend: Auch im Jahr 2014 können die Briten ihren Sound in kein neues Gewand kleiden. Nicht einmal an Details wagen sich die Gebrüder Blake und Stuart Price heran.

Das mag daran liegen, dass sie für sich entschieden haben, bereits die perfekte Version des neuromantischen Elektro-Pop gefunden zu haben. Vielleicht versuchen sie aber auch mit Dringlichkeit auf die Relevanz ihres Sounds hinzuweisen und da der in der Öffentlichkeit bisher wenig bis keine Beachtung fand, muss er eben auch auf dem vierten Studioalbum feilgeboten werden.

Beides wären nachvollziehbare Gründe, doch als Hörer hilft es nichts: „Star Climbing“ klingt wie die ersten drei Alben, fühlt sich exakt gleich an und kann deswegen nicht mehr berühren. Es wirkt wie eine Anekdote, die beim ersten Mal noch spannend und interessant wirkte, einem beim vierten Erzählen jedoch nur noch ein höfliches Bekunden des Zuhörens abringen kann.

Natürlich spielen Zoot Woman immer noch in der Eliteliga des Pop mit. Schlechter geworden sind sie schließlich nicht. Songs wie „Don’t Tear Yourself Apart“ oder „Elusive“ strotzen vor melancholischer und dennoch positiv gestimmter Grundstimmung. Durchhalteparolen à la „I can promise you better ways, we’ll be living in better days“ („Don’t Tear Yourself Apart“) oder der New-Beginning Ansatz in „Coming Up For Air“ unterstreichen das.

Am Ende bleibt dennoch der Eindruck, dass Bands in artverwandten Genres ihre Sache in diesem Jahr bereits wesentlich besser gemacht haben. Die Klaxons beispielsweise fanden zurück zu ihrem Nu Rave-Sound und konnten dennoch die ein oder andere neue Note in ihre Musik einbinden. Zoot Woman hingegen liefern erneut Catwalk-Musik, die nur ein Spiegelbild vergangener Tage ist. Unbescholtene Musikliebhaber, die bisher nicht mit Zoot Woman in Berührung gekommen sind, obwohl sie ein Herz für Popmusik haben, werden an „Star Climbing“ dementsprechend ihre Freunde finden können, da sie nicht die Bürde der Wiederholung tragen müssen.

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