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Perfume Genius – Too Bright – emotional und grotesk

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Der 32-jährige Songwriter Mike Hadreas aus Seattle steckt hinter dem Namen Perfume Genius. Bekannt für seine teils groteske Art und Weise, sich gesanglich auszudrücken, ist er nun mit seinem dritten Album „Too Bright“ zurück und in den angesagtesten Städten der Welt unterwegs.

Vor sechs Jahren, im Jahr 2008, erstellte Hadreas eine MySpace Seite unter dem kreativen Namen Perfume Genius. Schnell wurde klar, dass dieser Junge auf die Bühne gehört. Seine Musik ist anders, schräg und durchaus emotional. Schnell ging es also dann ans Debütalbum „Learning“, welches dann im Jahr 2010 erschien. Nicht nur seine zahlreichen Anhänger verhalfen ihn zum Erfolg, auch die Band Beirut nahm Mike als Support für ihre Nordamerika-Tour mit. Nach den ersten Erfahrungen veröffentlichte er schließlich seine zweite Platte im Jahr 2012. Nun verzaubert er uns mal wieder mit seinem emotionalen Alternative-Rock, der eine verwirrende Mischung aus Elektro-Pop und Singer-Songwriter Elementen enthält.

„Too Bright“ ist vollkommen anders – verrückt, traurig und aggressiv. Es ist vielmehr ein Gemälde oder ein Schauspiel als eine Platte, es ist einfache Kunst. Wo bei seinen beiden Vorgänger-Platten noch das Klavier im Fokus steht, fokussiert Perfume Genius sich jetzt auf elektronische Elemente, die seine Musik viel opulenter und kräftiger klingen lassen. Aus seiner Einfachheit und der lyrischen Tiefe seiner Texte entwickelte sich ein, für Perfume Genius-Verhältnisse, lautes und emotionales lyrisches Ich. Nicht nur Ängste, Intimität, Selbsthass und Aggressivität gehören zur Thematik seines dritten Albums, auch die Emotionalität und das, sich entwickelnde, Selbstbewusstsein drängt sich klar in den Vordergrund.

„There’s no gentle way, there’s no safe place/ For the heart to hang when the body is no good.“ heißt es im hilflos unglücklichen „No Good“. Mike Hadreas scheint seinen Gefühlen komplett ausgeliefert zu sein. Er präsentiert uns seine tiefsten Gedanken und Gefühle. Mal klingt es zutiefst traurig, mal schon fast gruselig und grotesk wie in „My Body“. Der Vorabsong „Queen“ enthält eine bissige, ja fast schon sarkastische Wut auf alles und ist dabei trotzdem noch geduldig und langsam im Tempo.Auch die Isolation von der Gesellschaft und seinem Körper scheint Perfume Genius perfekt zu verarbeiten. Die Stille, aus der urplötzlich seine zittrige Stimme herausbricht, zeugt von Tiefe und Leere.

Insgesamt elf Tracks enthält die Platte, allesamt unterscheiden sie sich in Thematik, Text und Sound und sind doch alle von der gleichen, zerbrechlichen Person gefüllt. „Too Bright“ gibt seinen Hörern einen Nervenkitzel, eine Achterbahnfahrt der Emotionalität und Kuriosität. Synthesizer und undefinierbare Instrumente sorgen für den richtigen Kick. Mitverantwortlich für das Werk ist Adrian Utley von Portishead, der seine Ideen und Erfahrungen tatkräftig eingebracht hat und Hadreas so zum baldigen Erfolg verhalf.

„Too Bright“ endet mit den Worten „I don’t need your love / I don’t need you to understand / I need you to listen.“. Ein Hilfeschrei? Eine Provokation? Oder doch nur die Reflektion des emotionalen Gemütszustandes? Diese Interpretation ist dem Hörer überlassen. Bis man aber die tiefsten und unerklärlichen Texte analysiert und verstanden hat, gibt es noch zwei kleine Gigs in Berlin und Heidelberg im November.

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