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The Asteroids Galaxy Tour – Bring Us Together

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Mit ihrem mitreißenden Material schoben The Asteroids Galaxy Tour euch stets für eine schmissige Tanzeinlage auf die Parkettböden der Republik, auch der kleinsten Kaschemme – egal, in welch fragwürdigem Zustand dies der Fall sein mochte. Dämmert es? So dürften „The Golden Age“ oder „Heart Attack“ auf der hibbeligen Tracklist eines jeden feucht-fröhlichen Budenzaubers vertreten sein. Doch bringt das neueste, dritte Werk aus der Dänenschmiede erneut auch abgebrühte Muffel zum Zappeln?

Es bringt, es macht, es tut. Die Herrschaften von und zu Zuckerwattenpop können noch immer, nur setzen sie für ihr Schaffen in der Produktionsstube nicht mehr die altbekannten Mittel ein. „Bring Us Together“ bietet zwar weiterhin eine ordentliche Packung Coolness in Form gediegener Beats und funkigen Aufbauten, wird nun jedoch mit einem etwas kühleren Stil versetzt. War früher wirklich alles besser? Nostalgiker, vereint euch: in diesem Falle mag dies zumindest ein wenig zutreffen, schmälert jedoch kein großartiges Album.

Klar, das post-hörale Gefühl ist nicht vergleichbar mit jenem der ersten beiden Alben. Hier ist eine Hummel aus dem Hintern verschwunden, eine Tasse mehr im Schrank, eine lockere Schraube fester gezogen: Der Sound des Drittlings ist im Gesamten ruhiger und steter, vor allem aber synthetischer geworden. Wo zuvor mehr schmissige Bläser im Off-Beat hüpften, treiben nun gleichmäßige Beats an. Wo Mette Lindberg mit typisch effektgeschneiderter Stimme kreischte, wird diese auf den neuen Werken wie gewohnt von Ideen-As Lars Iversen verfremdet, jedoch unaufgeregter eingesetzt.

Dieser Herr gab sich dafür als produzierende Wollmilchsau: Noch während des unerbittlichen Tourens und Jettens über die ganze Welt entstanden die Gedanken und Ideen für „Bring Us Together“ – ein Segen für jedes fleißliebende Label. Das erwachsenere Auftreten besingt die Stimmgeberin direkt eingangs im Titeltrack nebst Piano-Gedudel: „Im gonna change / everything will change / all for the better“ und bereitet Spannung für das Folgende. Im Verlaufe dessen wird die Weltraum-Crew futuristischer: Die Richtung der neuen Platte ist nicht mehr rückwärtsgewandt, sondern macht einen entscheidenden Schritt in die Zukunft.

Auch mit dieser Entwicklung bringen The Asteroids Galaxy Tour uns für ein Stelldichein wieder zusammen, ganz wie es der imperative Titel fordert: Zusammen zum Abspacken („Rock The Ride“), Herumdödeln („Choke It“) und Abhängen („X“). Als Indiz dafür, dass sich die Tracks dabei nicht weniger kunterbunt und fluffig gestalten, gilt das stichfeste Clip-Beweisstück „My Club“.

Nach wie vor sei also versichert: Als etwas fauler, trantütiger oder einfach zu beschäftigter Gastgeber kannst du für 44:34 Minuten die Sorgen um musikalische Untermalung getrost vergessen. Lege einfach die Scheibe Musik ein und sei dir einer entspannten Atmosphäre bei aller Exklusivität gewiss. Von deinen Gästen sind dabei allerdings keine schneidigen Tanzeinlagen mehr zu erwarten – dafür sollte man besser die beiden vorherigen Alben der Dänen in petto haben. Als Schallkampfwaffe, welche sich auch gegen die fieseste Art von Muffel behauptet. Garantiert.

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