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Baxter Dury – It’s A Pleasure

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Kinder berühmter Eltern haben es nicht leicht: Egal, in welchem Genre sie sich ausprobieren, Vergleiche mit Mama oder Papa bleiben nicht aus. Man denke nur an Julian und Sean Lennon oder Jakob Dylan, die von den Namen ihrer Väter im Guten wie im Schlechten buchstäblich überschattet werden.

Beim britischen Indie-Songwriter Baxter Dury ist das kaum anders: Selbst wer sich nicht besonders gut mit der Musik der mittleren und späten 1970er Jahre auskennt, hat sofort das Gefühl, diese Stimme schon mal gehört zu haben – richtig, man denkt an „Sex & Drugs & Rock’n’Roll“ oder „Hit Me With Your Rhythm Stick“, die bekanntesten Songs von Baxter Durys Vater Ian. Mit seiner Band The Blockheads nahm Ian Dury, der im Jahr 2000 an Krebs starb, einige der wichtigsten Alben der Punk- und Postpunk-Ära auf, zum Beispiel „New Boots and Panties“, auf dessen Cover Ian Dury mitsamt seinem fünfjährigen Sohn Baxter zu sehen ist.

Offenbar blieb Baxter Dury gar nichts anderes übrig, als auch Musiker zu werden: Seit 2002 veröffentlicht er eigene Platten, „It´s A Pleasure“ ist sein viertes Full-Length-Album. Wie auch schon beim Vorgänger „Happy Soup“ fragt man sich, warum dieser Mann denn nicht viel populärer ist – und kann diese Frage gleichzeitig selbst beantworten: Baxter Durys Musik ist im besten Sinne zeitlos, britischer Pop par excellence.

Dury junior (okay, er ist fast 43) hat vom Vater nicht nur die Stimme geerbt, sondern auch das Talent für intelligente Lyrics – weniger wütend, sarkastisch und dezidiert politisch als Ian, dafür melancholischer und lakonisch bis zum Fatalismus. Die Songs auf „It´s A Pleasure“ drehen sich um vermeintlich banale Themen, die aber doch die schwersten von allen sind: Liebe, Trennung, das Leben an sich.

Die Musik dazu ist reduziert, beinah simpel und mit dem gewissen Etwas, wie es nur britischer Pop hat: Das Schlagzeug scheppert wie ein Spielzeuginstrument, die Beats sind bewusst billig und schlingern angetrunken herum. Bei Songs wie „Babies“ oder „Other Men´s Girls“ stellt man sich Baxter Dury als den letzten Gast einer Disconacht vor, einsam an der Spiegelsäule lehnend, während der Barkeeper schon die Theke saubermacht. „Palm Trees“ und der Titelsong dagegen sind böse und witzig zugleich, Baxter ist ein scharfer Beobachter, der aber, bevor er in Weltschmerz versinkt, respektive zu lange über eine verflossene Liebe nachdenkt, lieber noch einePint Bier bestellt. Zum Glück.

Ziemlich sicher wird Baxter Dury auch mit „It´s A Pleasure“ wieder kein Weltstar werden. Aber er reiht sich bruchlos neben den wichtigsten Songwritern des Vereinigten Königreichs ein: Richard Hawley, Jarvis Cocker, Mike Skinner/The Streets, Suggs von Madness und last but not least Ian Dury.

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