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Die Sterne – Live im Strom, München

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Nach dem Release ihres mittlerweile 10. Albums „Flucht in die Flucht“ im August sind Die Sterne auf Tour und waren am Donnerstag Abend im Münchener Strom.

Das Konzert beginnt zu später Stunde zunächst recht gemächlich. Als dritter Song kommt dann jedoch der Überhit „Universal Tellerwäscher“ nachdem Sänger Frank Spilker zu Beginn des Gigs angekündigt hatte, dass sie – weil sie es selbst so wollen – auch alte Hits spielen werden. Sofort ist natürlich Stimmung im Saal, die sich aber angesichts des gesetzteren Publikums eher dezent äussert. Von wildem Pogo oder Stagediving ist zumindest nichts zu sehen, dafür hätte man wahrscheinlich zum, am gleichen Abend ein paar Straßen weiter im Feierwerk stattfindenden, Auftritt von Death From Above 1979 gehen müssen.

Es wird auch gleich wieder gemäßigter mit dem witzigen „Mach mich vom Acker“ vom aktuellen „Flucht in die Flucht“, zu dem Frank Spilker sagt, „dass das Leben auf dem Land, wie jeder weiß, genauso beschissen ist wie in der Stadt“. Nach einem weiteren neuen Titel kommt „Der Bär“, erst- und einmalig gesungen von Bassist Thomas Wenzel, der übrigens unter dem Pseudonym Julius Block auch bei den Goldenen Zitronen spielt. Außerdem in der aktuellen Besetzung Christoph Leich sowie die Tour-Keyboarderin Dyan Valdes von der US-amerikanischen Band The Blood Arm.

Frank Spilker wirkt etwas linkisch auf der Bühne, fast so, als wäre es sein erster Auftritt. Kann aber auch an seiner Größe und der im Vergleich dazu recht kleinen Bühne liegen. Es scheint jedoch, als hätte er sich auch beim Gesang immer noch eine Spur Dilettantismus bewahrt und auch die musikalische Abstimmung ist nicht immer perfekt.

Bevor sich dann im Strom so etwas wie Langeweile breit macht, schafft der Song „Drei Akkorde“ mit seiner besonderen Keyboard-Hookline, die erst live so richtig zur Geltung kommt, zum ersten Mal eine besondere, berührende Atmosphäre. Die Zeile „…eine Zeitlang vergessen wir, was weh tut und lassen unsere Sachen sein, eine Zeitlang finden wir, wir könnten…“, mit dem Chor von Thomas und Dyan gesungen, geht schon sehr nahe und erinnert an die früheren Kopf-hoch-Aufmunterungen, für die wir Die Sterne mal geliebt haben.

Nach „Convenience Shop“ verkündet Frank, ab jetzt werden auch einige neue Stücke vom aktuellen Album zu hören sein und beginnt mit „Innenstadt Illusionen“. Darauf folgt der Ost-Western (Ostern?) „Ihr wollt mich töten“. Zu letzterem gibt es übrigens ein sehenswertes Video mit Alexander Hacke von den Einstürzenden Neubauten, der auch auf der Studioversion mitsingt. Das Video wurde gedreht von US Multimedia-Künstlerin und Hacke-Ehefrau Danielle de Picciotto (beide übrigens derzeit auch bei The Ministry Of Wolves aktiv).

2-3 Songs später bekommt das Publikum mit „Was hat dich bloß so ruiniert?“dann endlich seinen erwarteten Superhit und nun ist auch schon Schluß mit dem offiziellen Teil.

Als erste Zugabe kommt dann „Menschenverachtendverliebt“, ebenfalls vom 2014er Longplayer. Davor behauptet Frank, er würde jeden Abend eine andere Zugabe spielen. Dann kommt „Wo soll ich hingehen?“, ebenfalls von „Flucht in die Flucht“, das Die Sterne gemeinsam mit Fynn Steiner und Joachim Franz Büchner von der Vorband Der Bürgermeister der Nacht aufführen.

Danach verabschiedet sich die Band und geht von der Bühne, doch das Publikum fordert eine weitere Zugabe, die natürlich auch kommt. Nun kommt mit „Fickt das System“ von der ersten, gleichnamigen EP aus dem Jahr 1992 etwas für Kenner und ganz frühe Fans. Der letzte Titel des Abends ist dann „Wie groß ist der Schaden bei dir“, das in eine lange Instrumentalversion mündet. Dazu traut sich dann erst ein weiblicher, und kurze Zeit später noch ein männlicher Fan auf die Bühne und tanzen, teilweise gemeinsam mit Thomas Wenzel auf der Bühne. Am Schluß werden sie dafür von Frank Spilker zum Dank umarmt.

Ein schönes, herzliches Konzert für wahre Fans, die einfach mal wieder gemeinsam, beim gemütlichen Bier ihre Band sehen und einen angenehmen Abend verbringen wollten.

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