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TV On The Radio – Seeds – Durchwachsen

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Drei Jahre nach „Nine Types Of Light“ und dem tragischen Tod vom Bassisten Gerard Smith, rappeln sich TV On The Radio wieder zusammen und liefern uns ihr mittlerweile schon sechstes Album ab, was auf den Namen „Seeds“ hört.

Was wurde nicht schon alles über diese Band geschrieben. Ihr Zweitwerk „Desperate Youth, Blood Thirsty Babes“ wurde ja fast schon als Jahrhundertwerk gepriesen. Dann folgte auf dem Folgewerk „Return To Cookie Mountain“ noch die Heiligsprechung, indem David Bowie auf dem Album mitwirkte. All dies hieft eine Band natürlich in den Kreis der selbsternannten avantgardistischen Musikliebhaber. Aber im Laufe der Zeit beruhigte es sich doch ein wenig um die Jungs. Der kommerzielle Erfolge wurde zwar größer, im Gegenzug die Musik jedoch spannungsarmer.

Mit „Seeds“ geht es jetzt mit großen Schritten Richtung Mainstream. Vorbei sind die Tage des Experimentierens. Nein, die Songs müssen jetzt eingängig klingen, wie die Single „Happy Idiot“ schon beweist, und die Texte tanzen am Rande des Kitsches. „Love Stained“ bietet uns bei nervösem Tempo wenig Ideen. Der Titel „Langweiler“ bleibt an „Test Pilot“ hängen. Die Drums sind so kraftlos, als würde ein alter Tankwart in der texanischen Wüste aus Langeweile auf Metalldosen schlagen und die Synthies klingen traurig und lahm, bei sich wiederholenden Klänge.

Bis zu diesem Punkt ist immerhin schon die Hälfte des Albums vergangen, und richtig überzeugend war keiner der bisherigen Songs. Die zweite Albumhälfte ist aber zum Glück ein wenig besser. Eingeleitet durch das wirklich schöne und zum Ende hin raumgreifende „Ride“ folgen hier ein paar Songs, die andeuten, was TV On The Radio in ihren Anfangstagen ausmachte. „Winter“ zum Beispiel, ein klassisches TV On The Radio-Stück. Minimalistisches Schlagzeugspiel, spartanische aber effektive Gitarrenarbeit, gelungener Spannungsbogen. Leider sind die Texte ein wenig beliebig.

TV On The Radio haben sich weiterentwickelt, und angestrengt hat sich die Truppe merkbar, doch an der Ausführung hapert es immer wieder. So ist „Lazerray“ ein Song, der viel Potenzial hätte, wäre da nicht die gewöhnliche Vocal Melodie. „Trouble“ könnte eine tolle Ballade sein, wenn statt einem halbschnellen Rhythmus eher ein wenig das Tempo gedrosselt würde, und die poppigen Elemente einem kühleren Minimalismus weichen würden.

Was bleibt? Ein durchwachsenes Album, auf welchem sich die Band ein wenig unschlüssig präsentiert. In welche Richtung soll es gehen? Einen Schritt vor, zwei zurück? Oder doch ein wenig die ausgetrampelten Nebenpfade entlang? Leider ist „Seeds“ nicht der erhoffte Befreiungsschlag.

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