Owen Pallett – Infernal Fantasy – Und ewig rätselt das Gestein

Sonntag nachmittag. Zeit für Stille und Besinnung. Owen Pallet hilft dabei. Also: Einfach mal abschalten und zurücklehnen. Fenster auf. Yogamatte raus. Teelichter an:

Was lernen wir aus diesem Clip?

1. Berge sind was feines. Johann Wolfgang von Goethe: “Alles Menschenwerk, wie alle Vegetation, erscheint klein gegen die ungeheuren Felsmassen und Höhen.”

2. Der Mensch braucht die Natur. Die Natur aber nicht den Menschen. Horaz: “Staub und Schatten sind wir.” Fozzie Bär von den Muppets: “Waka! Waka! Waka!”

3. Zeitraffer-Aufnahmen von wuschigen Wolken und wilden Wimmeltierchen gehören seit Godfrey Reggios “Koyaanisqatsi” (1982) zu jeder guten Arthouse-Bilder-Sause. Ryokan: “Wir begegnen einander, nur um uns zu trennen. Wir kommen und gehen, wie die weißen Wolken.”

4. Schickes Stein-Gedöns klappt selbst bei mickrigem Etat. Jean Baptiste Molière: “Als ob es eine Kunst wäre, mit viel Geld ein anständiges Mahl herzurichten! Kinderleicht ist das, der größte Esel bringt das zuwege. Wer sein Handwerk versteht, der braucht wenig Geld und kocht trotzdem gut.”

5. Gastauftritte von Brian Eno (wie hier hinter Mikro) machen den Elektro-Braten richtig fett. Franz Liszt: “Jede Größe wird gemessen nach den seltenen Kräften, die sie zur Erreichung ihrer selbst wie sie zur Besiegung der ihr entgegenstehenden Hindernisse gebraucht.”

6. Kontrast ist das Salz in der Suppe der Musik. Beschauliche Bilder vs. Synthie-Schrubberei.  Lucius Annaeus Seneca: “Ein großer Teil der Freiheit ist ein gut erzogener Magen, der auch schlechte Behandlung erträgt.”

7.  Andererseits: Ohne Ton geht schon. Friedrich Wilhelm Nietzsche: “In der Natur fühlen wir uns so wohl, weil sie kein Urteil über uns hat.”

8. Der Mensch zieht weiter. Die Berg bleibt.  Ralph Waldo Emerson: “Unkräuter sind Pflanzen, hinter deren Vorzüge wir noch nicht gekommen sind.”

9. Oben Weitblick. Unten: Autobahn. George Bernard Shaw: “Der Mensch kann wohl die höchsten Gipfel erreichen, aber verweilen kann er dort nicht lange.”

10. Jeder Clip muss enden. Serbisches Sprichwort: “Eine frische, pralle Lende schmückt nicht lange Metzgers Wände.”

Facebook
Twitter

Schreibe einen Kommentar

Login

Werde MusikBlog-Mitglied!

Wir unterstützen die lokalen Musikszenen und vor allem kleinere Bands und Nachwuchs-Künstler*innen. Hilf auch du uns dabei mit einem kleinen monatlichen Beitrag.