Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages
Dan Mangan + Blacksmith (Credit Shimon Karmel)

Glaubensbekenntnisse – Dan Mangan im Interview

Moment. Der bärtige Singer-Songwriter sieht immer noch wie Dan Mangan aus, aber sein neues Album „Club Meds“ ist einen ganzen Sprung vom liebsamen Folk-Rock entfernt, den der Kanadier uns in den letzten Jahren beschert hat. Die verdiente Auszeit hat Mangan nicht nur genutzt, um als frisch gebackenes Elternteil neue Herausforderungen anzugehen, sondern auch, um seinen kreativen Output auf den Prüfstand zu stellen und sich nun als Dan Mangan + Blacksmith wieder musikalisch der Öffentlichkeit zu präsentieren. Eins mit seinen treuen Bandgefährten widmet er sich politischen, aber auch spirituellen Themen und scheut nicht davor zurück, sich deutlich komplexer und tiefgründiger zurückzumelden als wir es bisher von ihm gewohnt waren. Pünktlich zur Veröffentlichung von „Club Meds“ trafen wir den sympathischen Künstler in Berlin zum Gespräch über politische Statements, seine kreative Auszeit und seinen Glauben.

MusikBlog: Happy Album Release Day!

Dan Mangan: Danke! Es ist schön, hier zu sitzen und das Album endlich mit der Aussenwelt zu teilen. Als Band kennen wir die Platte schon so lange auf eine fast schon intime Weise, dass es sich toll anfühlt, nun auch über das Label hinaus Feedback dafür zu bekommen. Jedes Album fühlt sich stückweise wagemutiger an als das davor. Anstatt Fans in unserem musikalischen Fortschritt zu verlieren, gewinnen wir welche hinzu, was mich sehr glücklich stimmt. Vor allem, weil ich mich beim meiner Arbeit stets darauf besinne, meinem Bauchgefühl zu vertrauen und ehrlich mir selbst gegenüber zu bleiben.

MusikBlog: Als Musiker liegen ein paar sehr intensive Jahre hinter dir, in denen du entweder im Studio oder ununterbrochen auf Tour warst. Nun hattest du eine wohlverdiente Pause. Wie hast du nach alldem wieder dahin gefunden, abzuschalten und Normalität zurück in dein Leben gelassen?

Dan Mangan: Ich hatte tatsächlich das Gefühl, dass ich mich erst wieder selbst daran erinnern müsste, wie das überhaupt mit dem Entspannen geht. Es ist ein verrückter Zustand, wenn man ständig unterwegs ist und plötzlich all das machen kann, wovon man immer geträumt hat. Man spielt eine Show nach der nächsten und ist einerseits wahnsinnig dankbar dafür. Gleichzeitig wünscht man sich manchmal man würde zu Hause sein und einfach nur einen Film schauen. Die langweiligen Sachen werden auf einmal reizvoll, weil man keinem richtigen Alltag mehr ausgesetzt ist.

MusikBlog: Gab es einen persönlichen Tiefpunkt in dieser Phase?

Dan Mangan: Ja, den gab es wirklich. Wir fingen alle an uns total ausgebrannt zu fühlen und dieser Zustand beeinflusste auch unsere Liebe zur Musik. Es gab Momente, in denen wir mit Schrecken feststellen mussten, dass wir teilweise die Musik nicht mehr ganz so fühlten wie sonst. Wenn du merkst, dass du nicht mehr voll und ganz bei der Sache bist, musst du einfach irgendwann die Notbremse ziehen. Es war für uns an der Zeit sich für eine Weile auf andere Dinge zu konzentrieren. Meine Frau war zudem schwanger. Also war es günstig sich guten Gewissens zurückzuziehen.

MusikBlog: Warum hast du so lange ausgeharrt und dir diese wohlverdiente Pause nicht eher gegönnt?

Dan Mangan: In den ersten fünf bis sieben Jahren hatte ich immerzu das Gefühl, weitermachen zu müssen, um all diese tollen Erfahrungen nicht zu einem Stillstand zu bringen. Ich glaubte damals, wenn ich auch nur fünf Sekunden aufhören würde, Musik zu machen, dann müsste ich unter Umständen wieder ganz von vorne anfangen. Man schwimmt wie auf einer Welle mit und möchte am liebsten gleich auf die nächste aufspringen, um nicht unterzugehen.

MusikBlog: Wie war es nach dieser Pause, wieder zusammen an dem anzuknüpfen, was euch als Band verbindet?

Dan Mangan: Es hat sich wunderbar für uns angefühlt. Die Energie im Raum war toll und jeder in der Band war voller Tatendrang, weiterzumachen. Der ganze Prozess im Studio war viel gemeinschaftlicher als bei den vorherigen Aufnahmen. Ich kam mit ein paar Songideen ins Studio spaziert und brachte dieses Mal keine fertigen Songs mit, so dass sich alle in der Band mit einbringen konnten. Sie teilten mir in dieser Zeit genau mit, wie ihre Vorstellungen bezüglich der Songs aussahen und formten die Stücke dadurch zusammen mit mir. „Club Meds“ ist daher sehr repräsentativ für das, wofür wir als Band stehen. Die Texte und Melodien stammen immer noch von mir, aber alle Arrangements und alles darüber hinaus gehen auf das gemeinsame Band-Konto.

MusikBlog: Du scheinst mit dieser Umstellung vom Solokünstler zum Teamplayer keinerlei Probleme gehabt, sondern ausschließlich davon profitiert zu haben.

Dan Mangan: Absolut. Ganz ehrlich, ich glaube viele Solokünstler sehnen sich danach, in einer Band zu sein und diese besondere Form der Kameradschaft zu erleben, anstatt sich wie ein einsamer Wolf durchzukämpfen. In der High School war ich bereits in einer Band, die sich dann aber auflöste, weil wir so schlecht waren und nach der Schulzeit alle unsere eigenen Wege gingen. Ich wollte aber weiterhin Musik machen und fing an, es alleine zu versuchen. Das war eine sehr wichtige Zeit für mich, denn ich habe gelernt, all die Hürden alleine zu überspringen, denen ich begegnet bin. Ganz gleich, ob mein Handeln hinterher von Erfolg gekrönt sein würde oder nicht. Meine jetzige Band hat die gleichen Dinge durchgemacht und sich komplett der Musik verschrieben. Sie werden bis ans Ende ihrer Tage Musiker sein. Es fühlt sich toll und inspirierend an, zusammen mit solch tollen Menschen an Songs zu arbeiten, die sich voll und ganz der Musik hingeben und dafür leben.

MusikBlog: Ist etwas von diesem einsamen Wolf in dir übrig geblieben?

Dan Mangan: Vielleicht, wenn ich mir meinen Arbeitsethos ins Gedächtnis rufe. Ich stehe immer noch morgens auf, mache mir eine Tasse Kaffee und gehe dann an die Arbeit. Es gab eine Zeit, in der ich viele Nächte lang durchgearbeitet habe. Ich habe die Musik schon lange als Beruf angesehen, noch weit bevor ich mich einen Musiker nennen konnte und Geld mit meinen Songs verdiente. Meine Freizeit habe ich damit verbracht mich zu verbessern, nach Labels Ausschau zu halten und mit Equipment zu experimentieren. So füllte ich meine Zeit bevor ich andere Jobs ausübte. Vieles von dieser Einstellung ist auch heute noch da, auch wenn wir heute einen Platz in der Musikindustrie gefunden haben und uns nicht mehr um alles selbst kümmern müssen.

Dennoch stellen wir uns nach wie vor dieselben Fragen. Was wollen wir mit unseren Songs aussagen? Wohin wollen wir musikalisch gesehen gehen? Und mit welchem Gefühl wollen wir auf unsere Karriere blicken, wenn wir alt sind? Ich weiss für mich genau, dass ich mir nicht irgendwann einmal vorwerfen möchte nicht mutig genug gewesen zu sein. Ich will mich als Künstler immer weiter auf die Suche nach Antworten auf diese Fragen begeben. Sobald du glaubst, dass du sie gefunden hast, wird deine Arbeit darunter leiden.

MusikBlog: Viele der angesprochenen Themen auf „Club Meds“ dürfen durchaus als politisch gewertet werden, ohne dass du mit dem Finger auf die Welt um dich herum zeigst. Gab es im Studio zusammen mit Blacksmith neben den Diskussionen um kreative Entwicklungen auch eine Ebene politischer Diskurse?

Dan Mangan: Die Texte waren weitestgehend fertig, bevor wir ins Studio gingen, aber dennoch stecken natürlich vier unterschiedliche Köpfe zusammen, die sich auch politisch gesehen austauschen und nicht alle immer derselben Meinung sind.  Trotz allem standen die anderen aber immer zu mir und ich konnte mir ihrem Zuspruch und ihrer Unterstützung sicher sein, was meine Texte angeht. Sie wussten, dass ich damit für mich persönlich einen Schritt nach vorne gemacht hatte. Ab und zu wurde es im Studio brenzlig und wir diskutierten lautstark über bestimmte Sichtweisen auf die vor uns liegenden Songs. Es war fast schon ein verbaler Kampf, den wir führten. Am Ende blickten wir jedoch auf ein Ergebnis, das soweit besser war als jedes einzelne Argument, das wir uns an den Kopf geworfen hatten. Darum glaube ich, dass dieses Album das stärkste ich, das ich jemals als Künstler gemacht habe.

MusikBlog: Hattest du im Laufe der Arbeit an den neuen Songs jemals Bedenken, plötzlich als politisch motivierter Songwriter wahrgenommen zu werden?

Dan Mangan: Ich habe mir hinsichtlich dessen keine Sorgen gemacht, obwohl es natürlich schnell dazu kommen kann, dass man schief angesehen wird, weil die Meschen etwas völlig anderes von einem erwarten. Sie wollen unterhalten werden und du präsentierst ihnen Gedanken, die fernab von Entertainment sind. Genau darum geht es im Prinzip auf dem neuen Album. Man kann sich eben nicht jeden Tag so sehr vom Geschehen um sich herum ablenken oder bewusst distanzieren und hoffen, dass sich dadurch alle Probleme in Luft auflösen. Emotional und geistig gesehen wirst du mit solch einem Verhalten immer auf der Stelle treten und verzögerst deine Probleme höchstens.

Man muss sich auch unangenehme Fragen stellen, um persönlich weiterzukommen. Es ist hart, sich alldem zu stellen, aber ich habe viel aus solchen Momenten für mich mitgenommen. Man muss akzeptieren, dass es viel Schreckliches gibt, dass es aufzuarbeiten gilt, aber ebenso sehr ist das Leben auch voller schöner Erfahrungen. Wenn du immer nur versuchst, den Schmerz zu betäuben, dann wirst du irgendwann auch nicht mehr in der Lage sein, das Gute im Leben wahrzunehmen. Je mehr du mit dir selbst im Reinen bist, desto weniger hast du das Verlangen, die Leere in dir mit vielleicht unwichtigen Dingen zu füllen.

MusikBlog: Warum glaubst du, ist es so schwer über den eigenen Schatten zu springen und solche Fragen zuzulassen?

Dan Mangan: Ich habe das Gefühl, dass viele Menschen sich selbst zu wichtig nehmen und damit meine ich vor allem ihre Rolle im Universum. Dagegen verblassen dann vermeintlich kleinere Probleme der eigenen Person, weil man sich in der Gesellschaft nur noch auf das große Ganze konzentriert. Welcher Astronaut war es doch gleich, der im Weltall auf die Erde blickte und sich dort bewusst wurde, wie klein und unwichtig wir doch eigentlich sind? Und wie irrsinnig all das Leid erscheint, das die Menschen sich gegenseitig Tag für Tag zufügen? Wenn man sich einmal bewusst wird, welch kleinen Teil des Universums wir darstellen, was alles vor uns da war und nach uns kommen wird, dann hat man allen Grund vieles auf dieser Welt in Frage zu stellen. Warum sollten wir so viel Zeit damit verbringen unsere Tage mit Neid, Angst , Hass oder Gewalt zu füllen, wenn wir weitaus schönere Erfahrungen machen könnten?

MusikBlog: Inwiefern kannst du persönlich an dieser Erkenntnis für dich festhalten?

Dan Mangan: Ich habe dahingehend einen Zustand der Akzeptanz erreicht. Ich weiss, dass wir Menschen nicht das Wichtigste im Universum sind und versuche, dementsprechend durchs Leben zu gehen. Es ist befreiend, anzuerkennen, dass es sinnlos ist, nach etwas zu streben, was man als einzelner Mensch niemals erreichen kann. Wir werden viel zu oft von diesem Gedanken erdrückt, etwas Großartiges zu sein oder zu erschaffen und vergessen dabei unter Umständen, wer wir selbst sind. Du wirst niemals mit dir oder deinem Umfeld zufrieden sein, wenn du nicht weisst, wer du bist.

MusikBlog: Hattest du in deiner selbst verordneten Auszeit die Gelegenheit noch ein Stück mehr herauszufinden, wer du bist?

Dan Mangan: Ja, die Auszeit hat mir sehr dabei geholfen, über einige Dinge in meinem Leben nachzudenken. Ich saß aber trotzdem nicht jeden Tag herum und habe mir den Kopf über mich oder meinen Platz im Weltgeschehen zerbrochen. Es ist gut, sich seiner Umwelt bewusst zu sein, aber es kann auch fatal sein, sich nicht ab und zu mit anderen Sachen zu beschäftigen. Wenn ich kreativ bin, dann widme ich mich gerne solch wichtigen Themen, aber genau so sehr gibt es Zeiten, in denen ich zu Hause bin, die Spülmaschine ausräume oder zur Bank gehe. Wenn du dich irgendwann einmal nur noch in einem Bewusstseinszustand befindest, in dem du gar nicht mehr abschalten kannst, wirst du mental darunter leiden. Dein Gehirn wird mit Sicherheit verrückt spielen, wenn du versuchst, ununterbrochen die Probleme der Welt und deren Last auf deinen Schultern zu tragen. Vieles auf dem neuen Album handelt von der Abkopplung des eigenen Ichs von seiner Umgebung.

Als ich neunzehn war, arbeitete ich in einem Summer Camp in Massachusetts und teilte mir eine Hütte mit ungefähr zehn Kindern. Vier davon mussten jeden Tag eine Tablette schlucken, weil die Familien und Ärzte glaubten, dass sie nur so mit ihrer Umwelt klarkommen würden. Das ist doch verrückt. Sollen sie für den Rest ihres Lebens Medikamente einnehmen? Ich glaube, diesen Kindern hat vielmehr etwas anderes gefehlt und das ist vor allem Zuneigung und ein offenes Ohr. Viele Eltern sind überfordert, ihren Kindern genau das zu geben. Dann redest du mit den Kindern und verbringst Zeit mit ihnen und merkst, dass ihnen ziemlich wahrscheinlich nichts Schlimmes fehlt. Stattdessen setzen Eltern ihre Kinder Medikamenten aus und geben ihnen das Gefühl, dass sie nicht normal sind. Es ist ein wahrer Teufelskreis.

MusikBlog: Wie war es für dich als Songwriter, dich erstmals diesen Bewusstseinszuständen in deinen Texten zu widmen?

Dan Mangan: Es war ein Lernprozess für mich, dem ich mich stellen musste. Ich nehme mich persönlich überhaupt nicht von alldem aus, was ich kritisiert habe. Auch ich habe mit bestimmten Dingen in meinem Leben zu kämpfen und muss mich immer wieder daran erinnern, es besser zu machen. Als ich zwanzig war, hatte ich zwar ähnliche Ansichten, was die Gesellschaft etc. angeht, aber es hat eine Weile gedauert, bis ich in der Lage war, meine Meinung auch deutlich in einem Song zum Ausdruck zu bringen. Sobald du dich auch nur annähernd politisch äusserst oder etwas Kontroverses singst, machst du dich gleichzeitig sehr angreifbar. Ich habe noch nie politisch motivierte Musik gemocht, die einfach mit dem Finger auf das Böse zeigt, sondern schätze es, wenn Künstler subtiler und etwas vage bleiben und dennoch ein Zeichen setzen. Ich hatte jahrelang Angst davor, solche Art von Songs zu schreiben, weil ich mir nicht sicher war, ob ich die nötigen Fähigkeiten dazu habe.

MusikBlog: Hat die Geburt deines Kindes dich in irgendeiner Form als Songwriter beeinflusst?

Dan Mangan: Das hat sie definitiv. Sobald du ein Kind hast, rückt alles andere in den Hintergrund und setzt zum Teil ganz neue Prioritäten. All deine Ängste der Vergangenheit erscheinen unwichtig und du hast als Elternteil wirklich etwas, dem du all deine Aufmerksamkeit schenken kannst. In vielerlei Hinsicht haben sich seit der Geburt meines Kindes einige meiner Sorgen verflüchtigt. Ich kann sogar sagen, dass ich als Mensch insgesamt ruhiger geworden bin. Ich weiss nun einfach umso mehr, was wirklich im Leben zählt.

MusikBlog: Was hat dein Glaubenssystem als Kind am meisten geprägt?

Dan Mangan: Sicherlich die Tatsache, dass ich in einem religiös geprägten Haushalt aufgewachsen bin. Meine Mutter war Pfarrerin in der „United Church“ in Kanada. Das ist eine sehr liberale Kirche. Von klein auf habe ich mich aber nicht sehr wohl dabei gefühlt in die Kirche zu gehen. Also sagte ich meiner Mutter mit zehn Jahren, dass ich das nicht mehr wollte und sie nahm es ganz locker. Ich erlebte ein paar sehr schöne Dinge in der Kirche, wie zum Beispiel einen starken Gemeinschaftssinn, aber es gab auch inhaltlich so vieles, mit dem ich mich überhaupt nicht anfreunden konnte. So ist es wohl bei jeder Form von Institution. Dennoch habe ich viele wichtige Grundsätze aus meiner Zeit in der Kirchengemeinschaft mitgenommen.

Ganz ehrlich, wie schwer ist es denn nett zueinander zu sein? Das ist doch das Einfachste auf der Welt! Die Voreingenommenheit, hingegen, mochte ich noch nie. All die Geschichten über den Himmel und die Hölle – sie ergaben für mich keinen Sinn. Oder Gott als bärtigen Mann, der im Himmel über uns wacht. Vor allem die Tatsache, dass dieses höhere Wesen männlich sein soll, ist doch bizarr. Die reinste Form der Liebe ist die einer Mutter, also warum sollte Gott ein Mann sein? Glaube mir, ich bin ein Mann und ich kenne Männer. Wenn es so etwas wie eine allwissende Macht gibt, ist sie bestimmt nicht männlich. (lacht)

MusikBlog: An was glaubst du?

Dan Mangan: Ich glaube an die Liebe, aber nicht an etwas wie Gott, der uns geschaffen hat und uns vorschreibt, wie wir zu leben haben. Man kann allerhöchstens vermuten, dass es ihn gegeben hat, aber mehr auch nicht. Ich glaube daran, dass die Menschheit sehr stark miteinander verbunden ist. Deswegen ist es mir auch absolut zuwider, wenn Menschen sich aufgrund unterschiedlicher Ansichten über die Religionen die Köpfe einschlagen. Sie tun das aus dem Glauben heraus, das Richtige zu tun, dabei basiert ihre Auffassung einer bestimmten Gottheit nur in der Theorie. Ich kann nachempfinden, dass sich Menschen zugehörig fühlen wollen und spirituellen Halt suchen, aber es ist doch krank, dass nach wie vor Glaubenskriege geführt werden und Menschen darunter leiden. Das macht mir Angst.

MusikBlog: Vielen Dank für das Interview.

Schreibe einen Kommentar