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John Carpenter – Lost Themes

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Achtung, Titel-Wirrwarr: „Lost Themes“ ist kein Mix-Tape aus Outtakes und liegengebliebenen ollen Resterampen-Kammellen. Sondern besteht aus zehn neuen Tracks, die John Carpenter mit Sohnemann Cody und Patensohn Daniel locker vom Hocker eingedudelt hat. Die iTunes Version enthält darüber hinaus Remixe von Zola Jesus, ´nem Herrn von Skinny Puppy sowie Foetus aka. JG Thirlwell. Heidewitzka!

Die beste Nachricht zuerst: „Night“, der zehnte und letzte Track von „Lost Themes“ ist ein klassischer Minimal-Elektro-Klopper der alten John Carpenter-Schule von ca. 1976-82. Sequenzer ahoi! Die zweitbeste Nachricht: John Carpenter macht immer noch, was er will. Und das hat sich die coole Socke mit dem Killer-Schnäuzer redlich verdient. Selten legte ein Genre-Regisseur einen so guten Run von spitzenmässigen Top-Filmen hin: „Dark Star“ (1974) , Assault On Precinct 13″ (1976), „Halloween“ (1978), „The Fog“ (1980), „Escape From New York“ (1981) und „The Thing“ (1982). John Carpenters supereinfache, aber supereffektive Synthie-Themen zu „Asssault“, „Halloween“ oder „Escape From New York“ sind popkulturelle Wunderklunker, die Regisseure wie Neil Marshall und Nicolas Winding Refn immer noch als Blaupausen für eigenen Filmkram verwursteln.

In einem Interview mit dem amerikanischen Rolling Stone erklärt Carpenter, dass ihm persönlich seine „komplexeren“ Soundtracks zu Filmen wie „Big Trouble In Little China“ (1986)  und „Prince Of Darkness“ (1987) mit am besten gefallen. Wer diese epischeren, überbordenen Spätachtziger-Scores knorke findet, wird bei den „Lost Themes“ auf viel artverwandtes Synthie-Gedudel mit feinen Rock´n´Roll-Bröckchen stossen. Dazwischen heitere Hommagen und Kopfnicker an  Soundtrack-Faves wie Goblin, Vangelis und Tangerine Dream (hier Schweigeminute für den erst kürzlich  verstorbenen TD-Gründer Edgar Froese einblenden).

Ich hätte mir ein größeres Juhu-Mützchen übergestülpt und eine Runde Jubelperser spendiert, wenn „Lost Themes“ schelmisch variantenreich die Freuden der Carpenter-Minimal-Ära in endlose Weiten ausgelotet hätte. Aber das Leben ist kein Ponyhof und Herr Carpenter ein freier Mann. Und für Freunde des „Klapperschlange“-Vintage-Sounds gibt es ja mittlerweile Kombos wie Unit Black Flight, die den spartanischen Synthie-Klangteppich von Anno Tobak ziemlich gut emulieren. Rock on, altes Haus!

Lautsprecherdurchsage: „Der nächste Flug nach Manhattan geht in zwei Stunden. Sollten Sie es jedoch vorziehen, sich erschießen und einäschern zu lassen, wenden Sie sich bitte an den Private Duty Sergeant in ihrem Kontrollbereich “

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