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Inventions – Maze Of Woods – Denn sie wissen was sie tun

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Matthew Cooper von Eluvium und Mark T. Smith von Explosions In The Sky sind seit vielen Jahren Freunde. Sie treten nun zum zweiten Mal mit einem Album unter dem Namen Inventions in Erscheinung. Dass dies in einem Zeitraum von nur zehn Monaten stattgefunden hat, spricht für ihre Kreativität und ihr gegenseitiges, quasi blindes Verständnis. In einem Haus in Oregon mischten sie „Maze Of Woods“ ab und übernahmen auch selbst den finalen Mix und die Produktion.

Für ihren zweiten Longplayer ließen sich Inventions von Denis Johnsons Novelle „Train Dreams“ inspirieren. Darin geht es unter anderem um einen von Wölfen aufgezogenen Jungen. Und die Verlorenheit in der Wildnis thematisieren Inventions bereits mit dem Albumtitel. „Maze Of Woods“ bedeutet so viel wie „Labyrinth der Wälder“ und in der Tat begeben sich die zwei Freunde auf verschlungene Pfade.

Neben analogen Instrumenten arbeiten sie mit diversen Electronics, Samples, Beats und zum Teil undefinierbaren Geräuschen. Zudem wird gegenüber ihrem Debüt mehr Wert auf den Gesang bzw. die Vokal-Spuren gelegt. Mit einem Vocal-Sample startet die Platte und gibt sozusagen das Motto vor: „I wanted to do something that I don’t know how to do.“

Denn sie wissen nicht was sie tun? Inventions wissen es sehr genau, denn die Tracks sind durchdacht und erzeugen einen Flow, der den Zuhörer ins Geschehen hineinzieht oder in Trance versetzt. Zu Beginn sind es die verzögerten Schwaden der „Escapers“, die mit zerhackten Beats, flächigen Keyboards und Soundscapes die verschlungenen Pfade auf mysteriöse Art vorzeichnen. Etwas Licht ins Düstere bringen die „Springworlds“ mit geheimnisvollen Gesängen, wabernden Sounds und hellen E-Gitarrenklängen. „Peregrine“ basiert auf einem Pianomotiv, das mit Vokal-Spuren, plinkernden Gitarren, Synthies und Geräuschen angereichert wird, alles fließt, wabert und lärmt, Ambient trifft Electronica.

„Slow Breathing Circuit“ ist gehauchte Poesie, der wahrscheinlich schönste, ganz sicher sauerstoffhaltigste Titel des Albums. „A Wind From All Directions“ weht tatsächlich aus vielen Richtungen: Minimal Music, Experimental Indie und Chillwave. Die „Wolfkids“ quellen, strömen und wabern aus den Boxen und die „Moanmusic“ macht was der Titel verspricht: wehklagen und trauern, aber mit Goldornamenten verziert. Das finale „Feeling The Sun Through The Earth At Night“ bringt mit erhabenen Chorstimmen und den erneut wabernden Soundscapes tatsächlich eine nächtliche Sonne zum Vorschein.

Das Duo Inventions (=Erfindungen) erfindet hier das Rad zwar nicht neu, setzt das Dekonstruierte aber auf ungewöhnliche Weise wieder zusammen. Allerdings erfordert das Album Hingabe und Aufmerksamkeit, wer die aufbringt, wird mit einem vielfältigen Klangfächer belohnt. Im Labyrinth der Wälder finden Electronica, Ambient, Minimal Music, Post-Rock, Beats und Samples ungezwungen zueinander. Das Motto „I wanted to do something that I don’t know how to do“ hat in “Maze Of Woods” seine Entsprechung gefunden.

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