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Dan Mangan + Blacksmith – Live im Postbahnhof, Berlin

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Das Gefühl von Einsamkeit dürfte Dan Mangan bei dieser Tour nicht verspüren. Vorbei sind die Zeiten, als er alleine als Singer-Songwriter um die Welt tourte, Show für Show nur mit seiner Gitarre bestritt und das Tourleben ohne Begleitung meisterte. Im Januar veröffentlichte er mit „Club Meds“ das erste Mal ein neues Album als Dan Mangan + Blacksmith und durfte fortan auf die Unterstützung einer Reihe von Kollegen setzen, die ihn auch live begleiten.

Der Rolle des Solo-Acts entwachsen, ist Dan Mangan nunmehr Bandleader und das hinterlässt sowohl auf Platte als auch auf der Bühne seine Spuren. Das folkige Soundgerüst wurde weitestgehend zu den Akten gelegt und durch einen volleren, dunkleren Klang ersetzt, der weniger lieblich und zart besaitet daherkommt. Mit einem Blick auf den Tourkalender fällt auf, dass Mangan besonders im deutschsprachigen Raum einen ganzen Batzen an Shows zu absolvieren hat.

Ein Wiedersehen mit Berlin, der Heimat seines Labels City Slang, durfte da natürlich keinesfalls fehlen. Auch wenn die Stimme laut seiner eigenen Aussage schon einen leichten Knacks wegbekommen hatte, stand er abends im Postbahnhof erneut für ein ausgiebiges Konzert an Ort und Stelle. Ganz der bärtige Sympathieträger legte er kurz vor Beginn noch einmal selbst Hand am Equipment an und unterzog seinen Arbeitsplatz dem finalen Check, bevor er mit ruhigem Gewissen das Konzert begann.

Auffällig viele neue Songs seines letzten Streichs „Club Meds“ zierten die Setlist, die es sich zur Aufgabe machte, das Publikum gerade mit diesem Material live in Berührung zu bringen. Dabei wurde mit Blick auf das Bühnentreiben schnell deutlich – Dan Mangan + Blacksmith passen bei ihrem Spiel wie die Faust aufs Auge zusammen. Statt einer reinen Begleitband hat Mangan in Blacksmith eine vollwertige Band gefunden, die nicht im Stillen dem kreativen Kopf Mangan huldigt, sondern gewillt ist, aus den Vollen zu schöpfen.

Und Mangan hält seine musikalischen Mitstreiter keineswegs an der kurzen Leine, was die spielerische Umsetzung der Songs angeht. Da dürfen es auch schon einmal ausgedehnte Soli auf dem Schlagzeug oder der Gitarre wie in „Post-War Blues“ oder „Rows Of Houses“ sein, die den gewöhnlichen Ablauf durchbrechen. Ihrer Intensität nach zu urteilen, zielten sie förmlich darauf ab, jegliche Erinnerung an den Folk im Werk von Mangan auszulöschen.

Die klangliche Fülle, die sich über das ganze Set hinweg erstreckte, hatte allerdings auch stellenweise den Nachteil, dass der Hauptakteur des Geschehens samt seiner Akustikgitarre gegen eine nicht gerade geringe Geräuschkulisse anzukämpfen hatte. Um ihn herum braute sich in regelmäßigen Abständen ein wahres musikalisches Gewitter zusammen, in dem Mangan nicht immer die Oberhand behielt. Auch wenn die Band eindrucksvoll ihr Können an den jeweiligen Instrumenten bewies, wünschte man sich ab und zu, dass sie Mangans Streben etwas mehr Raum zur Entfaltung geben würde.

Dieser erzählte zwischen den Songs immer wieder heitere Anekdoten und ließ sich gegen Ende der Show auch nicht von den plötzlich herumgereichten Tequila-Shots aus der Ruhe bringen, die seine Kollegen von der angrenzenden Bar gereicht bekamen. Brav die Teetasse zum Dank an die Fans in die Höhe gestreckt, blieb Mangan ganz auf die Sache selbst fokussiert und betritt die erste Zugabe des Abends „Basket“ dann ohne seinen treuen musikalischen Anhang.

Für das Finale holte er sich dann jedoch doppelte Verstärkung in Form von Blacksmith und dem Support Christobal And The Sea an seine Seite. Nicht den vor ihm stehenden Chor in Form seiner Fans zu vergessen, die ohne große Aufforderung gesanglich mit einstimmten und unter der Regie von Mangan in ihrem Stimmvolumen die verschiedenen Nuancen austesteten. Wem das nicht reichte, der durfte nach der Show noch einen Stopp am Merchandise-Stand einlegen und dem Kanadier mit einem High-Five-Gruß für den schönen Abend danken.

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