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Joris – Hoffnungslos Hoffnungsvoll – Souverän

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Manchmal hat man es bestimmt nicht leicht als deutscher Künstler, schnell wird einem der Stempel Schlager aufgedrückt. Aber spätestens dieser Tage lernt man, man sollte nicht zu viel darauf geben, was andere Menschen – Hallo Herr Bohlen – , Medien, Dumpfbacken usw. von einem Künstler halten. Polarkreis 18 hatten damals auch nicht wirklich ein Meisterwerk vorgelegt, und wenn jemand Joris‘ Musik als Schlager bezeichnen würde, dann nur, um ihr eigenes Unverständnis deutschsprachiger Musik in einfach nachvollziehbare Bahnen zu lenken. Wenn dazu pompös produzierter, deutschsprachiger Pop aus den Boxen klingt, wie soll man es sonst nennen? Zumindest nicht Schlager, sondern eher deutschsprachiger Gitarren-Pop.

Das ist alles nicht spektakulär. Die Kompositionen von Joris Album „Hoffunglos, Hoffungsvoll“ sind einfach und versuchen klar, dem Hörer das zu bieten, was ihm auf der Seele liegt. Dazu Gitarren, Klavier, Synthies, dezentes bis kraftvolles Schlagzeug, viele Ohohoh’s im Gesang, die der Musik einen erwachsenen Charakter geben sollen. Wobei dies das größte Problem sein mag. Wer Bands wie Snow Patrol oder Coldplay nicht mag, wird dieses Album sicher auch nicht mögen.

Wer allerdings Gefallen an Stücken wie „Im Schneckenhaus“ oder dem aufgeblasenen „Bis ans Ende der Welt“ findet, den wird diese Musik zumindest nicht stören. Natürlich ist es durchaus fraglich, ob dieses Album textlich eine Offenbarung darstellt. Ob Joris es schafft, seine Geschichten zu formulieren, ohne dass es übermäßig peinlich wirkt. Aber, sein Gebrauch der deutschen Sprache ist deutlich souveräner als bei vielen artverwandten Künstlern.

Bei näherem Hinhören bewegen sich die Songs hingegen sehr an der Oberfläche, kratzen höchstens mal daran, sind einfach gestrickt und poppig strukturiert. Ausnahmen sind eventuell das melancholische „Bittersüss“ und „Hoffnungslos, Hoffnungsvoll“. Doch, wenn es deutschen Pop-Rock im hübschen Gewand gibt, dann hier. Joris legt mit „Hoffnungsvoll, Hoffnungslos“ ein Album vor, das internationalen Produktions – und Songqualitätsansprüchen gerecht wird.

Das Pop- und Rock-Rad hat Joris zwar nicht neu erfunden, aber wer kann das heute noch von sich behaupten. Doch mit etlichen schönen Liedern im Gepäck, bekannte Melodien und Strukturen so umzusetzen, dass sie frisch und spannend klingen, ist ebenfalls nicht jedem gegeben. Im Falle des vorliegenden Albums ist es ein geglücktes Unterfangen mit positivem Ergebnis. Und das gewiss für Musikfreunde jeden Alters, die Spaß haben an gut eingespielter, handwerkliche versierter Musik-Arbeit, stilistisch breit gestreutem Pop-Rock-Songwriting, und natürlich einem starken Sänger am Mikrofon.

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