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Best Coast – California Nights

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Du legst die reizende Platte ein. Du riechst den klebrigen Sonnencremefilm auf Deiner knackebraunen Haut. Ein dezenter Hauch Mary Janes liegt in der Luft. Die Veröffentlichungen Best Coasts verführen Musikkritisierende schon verdammt lange – vor allem dazu, in den blumenkalifornischsten Bildern ihre Musik zu malen. Denn die ist eine perfekte Metapherwut-Austob-Plattform, hört sich doch der herzallerliebste Output des Duos an wie durch zig Instagram-Filter genudelt: Leicht und fluffig besingt man die alltäglichsten Themen, welche in ihrer scheinbaren Einfachheit hübsch musikalisch ausgeschmückt werden. Langweilig? Nö. Sympathisch. Denn hey! Es sind Best Coast.

Unheimlich viel Katzencontent, das immer präsente Gras und die staubtrockene Langeweile beschreibende Themen – Best Coast macht nicht nur die unverbindliche Sonnenpop-Musik sympathisch. Auch mit dem dritten Baby des Duos, „California Nights“, erwarten Sängerin Bethany Cosentino und ihr Basser Bobb Bruno einmal mehr reinweg nichts von Dir – außer ein entspanntes Zurücklehnen und Folgen der herrlich unaufgeregten Songs. Denn hey! Es sind Best Coast.

Und eben die mögen fünf Jahre älter als zu Anbeginn ihrer musikalischen Miteinanderlaufbahn sein, doch ihren neuen Perlen ist davon reinweg nichts anzumerken. Sie sind gewachsen, doch nicht verstaubt. Sie sind reifer, doch nicht weise. Und sie sind weitaus strukturierter, doch nicht steril. Die dutzend Songs fußen auf einem Fundament längerer Spielzeiten und übersichtlicherer Strukturen. Und doch: hey! – Sind es immer noch Best Coast.

Der Opener „Feeling Okay“ begrüßt mit den ersten Takten das springende Fanherz, spricht direkt die Sommer liebenden Synapsen an und lässt jegliche Endorphine höher schlagen. In alter Manier werden Wortendungen gezogen, Hallschichtungen gestapelt und an das Konzept von sunny California, einer muchtigen Skater-Garage und den die Sonne anbetenden Pop geschmettert. Das Ganze ist versetzt mit Gitarren, die überdreht und selbstvergessen ihre Solopfade vor sich hin dudeln und Brunos Riffs, welche Dich hartnäckiger nicht durch den Alltag begleiten könnten. Das ist so 90er. Und hey! Das ist Best Coast.

Und doch lassen sich haarfeine Unterschiede zu den beiden wundervollen vorherigen Herzalben herauspicken: Der Sound ist artiger, geschliffener und kompakt, dabei weiterhin an der langen Liederleine gehalten, hallen doch Reverb und Bethanys Phil Spector-Stimmeffekte um die Entspannungswette. Eine Schippe wurde merklich auf die Produktion gelegt und eine gewisse, vor allem dem Debüt anzumerkende Lo-Fi Schicht abgetragen. Umstände und Tatsachen, die keinen großen Geist stören sollten: „California Nights“ fügt sich mit seinen hier esoterischen, dort herauspowernden, stets aber zuckersüßen Momenten vielmehr in die goldene Mitte der beiden Vorgänger. Und überhaupt: hey! Es. Sind. Best Coast.

 

 

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