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Maggie Rogers – Don’t Forget Me

Die talentierte junge Sängerin und Musikproduzentin Maggie Rogers, aufgewachsen am malerischen Miles River in Easton, Maryland an der Ostküste, und bereits als beste neue Künstlerin für einen Grammy nominiert, hat eine herzliche Botschaft: Bitte vergesst mich nicht.

Mit dem Titel ihres dritten Studioalbums, “Don’t Forget Me”, könnte man meinen, Maggie äußere einen flehenden Wunsch. Doch in Wirklichkeit unternimmt die Künstlerin, die nun in einem beeindruckenden Anwesen im Wert von 1,3 Millionen US-Dollar im glamourösen Los Angeles wohnt, beachtliche Anstrengungen, um dauerhaft in Erinnerung zu bleiben.

Angefangen mit einer mutigen Veränderung ihres Erscheinungsbildes durch das Abschneiden ihrer langen braunen Mähne, über Zusammenarbeiten mit bekannten Künstler*innen wie Zach Bryan und Phoebe Bridgers, bis hin zum Ausprobieren verschiedener musikalischer Stilrichtungen – sie setzt alles daran, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Die Sängerin hat mit jeder Albumveröffentlichung bewiesen, dass sie sich kontinuierlich weiterentwickelt. Dies wird auch auf ihrer “Don’t Forget Me” deutlich.

Schon mit dem Opener “It Was Coming All Along” begibt sich Rogers in die Tiefen des Dream-Pop, wo sie mit einer reichhaltigen Produktion sofort fesselt. Doch der erste Eindruck führt in die Irre: Tatsächlich verankert sich die Platte in einem ganz anderen Genre.

Natürlich werden Anhänger ihres gefühlvollen Pop-Rock-Sounds trotzdem nicht enttäuscht – die Singer/Songwriterin bewahrt die musikalische Essenz, die sie zu einem Juwel in der Indie-Szene gemacht hat.

“Don’t Forget Me” umfasst sowohl leidenschaftliche Akustikballaden als auch bittersüße Folk-Songs, die an ihre Karriereanfänge erinnern.

Rogers zeigt, dass Einfachheit oft der Weg zum Erfolg ist. Ihre beeindruckende Stimme und die nahezu makellose Produktion verleihen selbst den unauffälligsten Liedern auf “Don’t Forget Me” eine nostalgische Tiefe und machen sie zu einem herausragenden Hörerlebnis.

Die Mehrheit der Tracks lehnt sich allerdings an den Country-Stil an, der an bekannte Künstlerinnen wie Carrie Underwood erinnert. Die Songs wollen zu Roadtrips inspirieren und lassen einen von ausgedehnten Fahrten durch Wälder oder entlang der Küste träumen, dabei werden all die Sorgen des Alltags vergessen. Besonders bei Liedern wie “On & On & On” und “Never Going Home” entsteht diese Sehnsucht nach Abenteuer und Freiheit.

Für die Texte holte sich die talentierte Musikerin Unterstützung von Ian Fitchuk, einem Produzenten und Songwriter aus Chicago, dessen Zusammenarbeit perfekt zum neuen Album passt. Fitchuk, bekannt für seine Arbeit mit Country-Ikonen wie Kacey Musgraves und Miranda Lambert sowie für Beiträge zum Soundtrack der Serie “Nashville”, bringt genau das richtige Flair mit.

Trotz der Einflüsse von Dream- und Indie-Pop bleibt “Don’t Forget Me” im Kern eine Country-Veröffentlichung. In einem Jahr, in dem das Genre international große Anerkennung findet und Künstlerinnen wie Beyoncé oder Lana Del Rey die Musikrichtung für sich entdecken, braucht Rogers also keine Bedenken zu haben, in Vergessenheit zu geraten.

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