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King Gizzard And The Lizard Wizard – Quarters – Die Pforten der Wahrnehmung

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Der Eidechsenkönig öffnet die Pforten der Wahrnehmung. Was bitte haben Aldous Huxley, Jim Morrison und The Doors mit King Gizzard & The Lizard Wizard zu tun? Wer mit den Worten des Bandnamen spielt, erhält erste Hinweise. Den sechsten Hinweis in Form eines Albums formuliert King Gizzard & The Lizard Wizard mit „Quarters“ aus und hält sich damit noch in den Bereichen der Normalität auf, nicht jedoch die vier Titel des sechsten Langspielers der Australier.

Außerhalb der Norm ist nicht nur die Spielzeit der einzelnen Stücke, die alle exakt 10:11 Minuten lang sind. Ergibt in der Summe eben nicht 40:44 Minuten, sondern 40:46. Des Wizard’s Zauberworte sind die Pausen, die dem Vorgängerwerk „I’m In Your Mind Fuzz“ gänzlich fehlten. „Quarters“ bringt es auf immerhin 2 Sekunden Unterbrechung, Durchschnaufen, Ohrenentspannung.

Anspannung ist dagegen bereits beim ersten Viertel namens „The River“ angesagt. Kurzem Rauschen folgen E-Gitarren-Licks und siehe da: Jazz-Vibes! Hätten wir so nicht erwartet von unseren Psychedelic-Heads, aber wir hatten es bereits zu Beginn: The Doors, die Pforten der Wahrnehmung, der Eidechsenkönig. „The River“ bleibt in der Fortsetzung der 10:11 Spieldauer im Kraut-Jazz-Fluss und Doors Anspielungen; es klingt zumindest phasenweise so als wäre „Riders On The Storm“ in den Krautrock-Topf gefallen.

Mit Brutzeln in der Bratpfanne oder Vinylgeknister startet das zweite Viertel „Infinite Rise“, das im Mittelteil mit fiesen kleinen E-Gitarrensoli die Reise der bewusstseinserweiternden Wahrnehmung in einer Blechdose fortsetzt. Dann gackern die Hühner, eine Blues Harp weint und alles zerfällt, löst sich auf, nicht in Wohlgefallen, sondern in – richtig geraten: 0,5 Sekunden Pause!

Mit dem dritten Viertel wird es göttlich, „God Is In The Rhythm“ spaziert entspannt auf den Nervenbahnen des Zuhörers, die E-Gitarren perlen quecksilbrig, Grateful Dead für Anfänger oder Thee Oh Sees für Fortgeschrittene? Der mehrstimmige Gesang ist Götzendämmerung, Nebel, Geister, Gespenstertanz und Drogenrausch in einem. Gott ist im Rhythmus, der Teufel im Detail der „Quarters“.

Der „Lonely Steel Sheet Flyer“ fliegt weiter mit halluzinogen gestimmten Stromgitarren ins Reich der lebenden Toten. Mein lieber Scholli, der Wahnsinn von King Gizzard & The Lizard Wizard hat keine Methode außer der zwanghaften 10:11 Minuten Formel, vielleicht das einzige, was den Sinn der vier Viertel ausmacht. Aber Nicht-Sinn ist noch lange kein Unsinn, das Treiben auf Cloud Nine ist der „Lonely Steel Sheet Flyer“, ist der Anfang, das Ende, das Ganze der „Quarters“. „This is the end my beautiful friend“, auferstanden von den Toten, vorbei an den Pforten der Wahrnehmung begrüßt uns King Gizzard & The Lizard Wizard.

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