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Everything Everything – Get To Heaven – Höhen und Tiefen

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Vor zwei Jahren waren Everything Everything maßgeblich mit dafür verantwortlich, dass elektronische Musik wieder so populär geworden ist wie zuletzt in den guten alten 90ern, als man noch mit Schlaghosen und Gelfrisur durch die Gegend lief. Kaum jemand, der nicht zu Überhits wie „Cough Cough“ oder „Kemosabe“ die Tanzfläche geentert hat. Nun also das vermeintlich schwere Album nach dem Durchbruch. Dabei war „Arc“ nun wirklich nicht fehlerfrei. Einige Stücke verblassten regelrecht neben den großen Songs, man könnte auch Füllmaterial dazu sagen. Gute Chancen also, es diesmal mit „Get To Heaven“ noch besser zu machen und so richtig einen rauszuhauen.

„Get To Heaven“ legt auch gleich munter los. Beim Opener „To The Blade“ stellt man fest, dass sich bei Everything Everything nicht viel verändert hat. Die helle Stimme von Jonathan Higgs bleibt noch immer Geschmackssache und die nervösen Sequenzen schlagen noch immer erbarmungslos zu, wenn man sich soeben an die schöne, süßliche Melodie gewöhnt hat. Auch wenn Everything Everything hier ohne Rücksicht mehr Details in die Kanäle pressen, als das menschliche Ohr aufnehmen kann, so macht das einfach nur einen Höllenspaß.

„Regret“ verleiht, von dem nervigen Mittelteil abgesehen, mächtig Schub in die Beine und „Spring – Sun – Winter – Dread“ macht sowieso einfach nur süchtig. Die beiden richtig großen Highlights heißen allerdings „The Wheel (Is Turning Now)“ und „Fortune 500“. Ersteres ist ein fast sechs Minuten ungebremster Pop-Ekstase-Trip. Das zweite im Bunde ist, gerade weil der Titel wie ein TV On The Radio-Meisterwerk klingt, einer der besten Songs, die Everything Everything bisher fabriziert haben.

Doch „Get To Heaven“ hat auch ein zweites Gesicht und dieses Gesicht ist hässlich. Es erscheint immer dann, wenn Everything Everything auf das Bremspedal treten. Wo der Titeltrack noch in Ordnung geht, weil hier noch mächtig Funk mit drin ist, sind die anderen beiden eher ruhigen Stücke, „Zero Pharaoh“ und „No Reptiles“ ein Mittelding aus schlecht, langweilig und grausam. Aber auch die R&B-Anbiederung „Warm Healer“ regt nicht einmal zu einem müden Gähnen an.

So viele Totalausfälle auf einem Album würden normalerweise nicht reichen, um eine Empfehlung auszusprechen, wenn der Rest nicht so verdammt großartig wäre. Bleibt die Frage, warum es sich Everything Everything selbst so schwer machen und hier nicht einfach elf tanzbare Tracks auf die Scheibe geschweißt haben. Die Antwort ist wohl die gleiche, wie auf die Frage, warum Everything Everything Kopf Jonathan Higgs im Clip zu „Distant Past“die hässlichste Frisur der Welt trägt: man möchte einfach man selbst sein. Normalerweise eine löbliche Einstellung, aber es wäre doch so viel mehr möglich gewesen auf „Get To Heaven“.

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