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Die Arbeitstiere des Rock – Clutch im Interview

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Die US-Rocker Clutch gibt es nun schon seit 24 Jahren. Das Quartett, das sich durch Stoner, Funk, Metal, Punk und Southern Rock spielt, stets gewürzt mit unterhaltsamen Texten. Diese Woche erscheint ihr neues Album „Psychic Warfare„, ihr mittlerweile 11. Longplayer. Wir sprachen mit ihrem Ur-Mitglied und Schlagzeuger Jean-Paul Gaster über die Vergangenheit und Zukunft von Clutch und haben versucht, dem alten Showhasen mal ein paar Eindrücke über die Entwicklung in der Musikbranche zu entlocken.

MusikBlog: Jean-Paul, euer letztes Album „Earth Rocker“ ist jetzt zwei Jahre alt, nun erscheint „Psychic Warfare“. Wie hat sich der kreative Prozess zwischen dem letzten Album und dem neuen verändert?

Jean-Paul Gaster: Der kreative Prozess verändert sich ständig bei uns. Wir kommen in einem Raum zusammen und fangen an, zu jammen. Aus diesem kreativen Prozess entstehen dann die Songs. Wir vermeiden es, nach dem gleichen Schema beim Bearbeiten der Songs vorzugehen.

MusikBlog: Habt ihr auch manchmal kreative Differenzen zwischen euch?

Jean-Paul Gaster: Wir kennen uns alle schon so lange, also normalerweise läuft das doch sehr friedlich ab. Es kann aber auch mal sein, dass einer mit einer Idee kommt und diese dann am Schluss vollkommen anders aussieht. Aber alles geschieht in „friedlicher“ Einigung.

MusikBlog: Und wie vermeidet ihr das Recyclen von Ideen nach Jahrzehnten im Musikgeschäft?

Jean-Paul Gaster: Wenn vier Jungs, die sich seit 25 Jahren kennen, zusammen musizieren, dann weiß man schon, wie der andere tickt. Unsere Art Musik zu spielen, gibt einem manchmal vielleicht nicht viel Raum, aber wir versuchen doch, dass unsere Songs nicht gleich klingen. Aber wir haben einen eigenständigen Sound und den kriegst du auch nicht mehr aus uns raus.

MusikBlog: Durch welche musikalischen Vorbilder wurde der denn geprägt?

Jean-Paul Gaster: Elvin Jones, Buddy Miles, Johnny Vidacovich.

MusikBlog: Während den Aufnahmen, wie viel nehmt ihr live im Studio auf?

Jean-Paul Gaster: Für diese Platte kamen wir mit klaren Ideen ins Studio. Jeder brachte seinen Teil mit, phasenweise wurde auch ein wenig gejammt. Aber ich muss schon sagen, dass wir dieses Mal doch sehr konzentriert an die Sache rangingen. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so gut vorbereitet ins Studio gekommen zu sein.

MusikBlog: Die Musikbranche hat sich in den 25 Jahren eures Bestehens aber auch stark verändert, sind Alben überhaupt noch so wichtig?

Jean-Paul Gaster: Tatsache ist, dass die Leute nicht mehr viele Alben kaufen, das hat die Musiklandschaft völlig verändert. Man ist gezwungen, den Fokus mehr auf Tourneen zu legen. Und da dann alles zu geben, um bei den Leuten einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

MusikBlog: Kann man das Touren heute sogar als Hauptelement zum Überleben in der Branche bezeichnen?

Jean-Paul Gaster: Wir haben sehr früh in unserer Karriere verstanden, dass wir eigentlich eine Live-Band sind. Live zu spielen ist das, was wir am besten können, und das Publikum erwartet nichts anderes von uns. In der Anfangszeit war es einer der wenigen Aspekte unserer Karriere, die wir eigenständig kontrollieren konnten. Die Labels konnten uns ignorieren so viel sie wollten, es nutzte ihnen nichts, denn die Fans folgten uns und waren loyal. Ihnen verdanken wir alles.

MusikBlog: Bekommst du oft die Möglichkeit, mit den Fans auf Tour zu sprechen?

Jean-Paul Gaster: Sicher, ich treffe während der Tour viele Fans. Ich genieße das sehr und es ist mir sehr wichtig.

MusikBlog: Laut dem amerikanischen Schriftsteller Philip Roth warten Amateure auf Inspiration, während Profis sich hinsetzen und arbeiten. Ist das auch euer Motto?

Jean-Paul Gaster: Das ist schwierig zu beantworten. Inspiration kommt oder kommt nicht, das hängt auch von der Tagesform ab. Mit harter Arbeit ist dies schon anders. Auch wenn man mal nicht so gut drauf ist, muss man eben die Zähne zusammen beißen und durch. Die Leute, die auf eine Clutch Show kommen, wollen puren „Rock ’n‘ Roll“ sehen und hören, laut und hart, egal wie inspiriert wir uns fühlen. Wir müssen unsere Show knallhart durchziehen. Aus diesem Grund versuche ich, das Beste aus meinen Fähigkeiten in jede einzelne Show mit einzubringen.

MusikBlog: Habt ihr jemals daran gedacht, eine Akustik-Tour machen, um eure Songs in einer intimeren Atmosphäre zu präsentieren?

Jean-Paul Gaster: Wir haben akustische Teile in unseren Live-Shows, aber eine komplette Akustik-Tour wäre für uns etwas völlig Neues. Vielleicht eines Tages, wer weiß, aber geplant ist nichts.

MusikBlog: Vielen Dank für das Interview.

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