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Le Butcherettes – A Raw Youth

Le Butcherettes sind hierzulande noch ein unbekanntes Blatt. Mit ihrem dritten Album „A Raw Youth“ aber zeigt sich: Sie haben zumindest die richtigen Rock-Connections, das zu ändern.

Experimental Rock-Ikone Omar Rodriguez-Lopez (ehemals At The Drive-In, The Mars Volta, nun Antemasque) saß schon zum zweiten Mal hinter den Reglern als Produzent eines Le Butcherettes-Albums, die Rock-Promis John Frusciante und Iggy Pop kommen nun noch als Albumgäste hinzu.

Das liest sich ziemlich knackig. Wer sind also diese Butcherettes? Im Grunde das Kind einer jungen Dame namens Teresa Suárez aus Guadalajara, Mexiko. Als derb feministisches Garage Punk-Duo fing es an in Mexiko, so anno 2007, mit im Hausfrauen-Look und Besen und Wischmob bestrittenen Underground-Konzerten, mit Kunstblut, faulen Eiern und einem echten Schweinskopf als Schockmomente. Und dann hat die Dame natürlich noch einen toughen Künstlernamen, einen, der weit über das Ziel hinausschießt: Teri Gender Bender.

Teri Gender Bender, das Lachen muss man sich da schon ein wenig verkneifen, ist also Le Butcherettes, hat in Los Angeles und jetzt El Paso, Texas (der At The Drive-In- und Mars Volta-Stadt) noch ein paar Dudes und Duderettes aufgegabelt und ist vom feministischen Garage-Punk zum vielschichtigeren Alternative Rock gewandert.

Zwei Dinge stechen heraus auf „A Raw Youth“: Teri Gender Bender klingt exakt wie Alison Mosshart, und Le Butcherettes sind sogar schon im Vorprogramm von The Dead Weather aufgetreten. Wie das der wesentlich souveräneren Mosshart, dem Inbegriff der Rock-Göre, wohl vorgekommen sein muss, wenn sich da im Vorprogramm eine nicht minder mondäne Dame über die Bühne rockt, grölt, jault, raunt und singt?

Des Weiteren klingt der Sound ihrer Band verdammt nach Queenadreena, falls dieses gleichermaßen knüppelharte Rock-Brett, mit genauso viel Haut zeigender Frontfrau, noch jemand kennt.

Das sind die beiden Fixpunkte, die „A Raw Youth“ zu einem sehr soliden und doch grund-durchschnittlichen Alternative-Rock-Brett werden lassen. Nichts ist hier wirklich schwach, das mächtige Rumgeriffe wird schön aufgefangen von Synthies hier, einem Saxophon dort.

Aber in seiner Wirkungsweise rockt der Sound von Le Butcherettes zu einbahnstraßenmäßig. Es fehlt hier die Variation und zwar nicht die, ein anderes Instrument in die Hand zu nehmen, sondern die, die sich im Songwriting versteckt.

Für Fans von optisch ansprechenden Rock-Gören.

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