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Mr. Bungle (Credit Eric Larsen)

Mr. Bungle – The Raging Wrath Of The Easter Bunny Demo

Wenn Thrash-Metal einen Zeitgeist hat, hebeln ihn Mr. Bungle gerade aus und strafen Zukunftsforschungen Lügen.

1999 machte die Band um Gesangsgenie Mike Patton zuletzt mit „California“ von sich reden. Bereits 13 Jahre zuvor hatte er mit seinen Jazz-Core-Akrobaten aus Kalifornien ein Demo mit dem Titel „The Raging Wrath Of The Easter Bunny“ aufgenommen.

Die Qualität des Sounds ist mies, die damals 15- bis 17-jährigen Musiker sind bei den Aufnahmen auf Bandmaschine so ungestüm wie die Trash-Metal-Eskapaden, die sie darauf bannen und später als Tape veröffentlichen.

34 Jahre später ist Mike Patton längst einer der Größten im Alternative-Rock Bereich und sich nie für eine avantgardistische Verrenkung zu schade. Mit seinen Kollegen Trevor Dunn am Bass und Trey Spurance an der Gitarre hat er die Band Anfang des Jahres auf die Bühne zurück geholt und sich erneut den Songs angenommen, um die Fehler aus Teenager-Tagen beiseite zuräumen.

Die Neubearbeitung hat die speedgetrickerten Verrenkungen dieses Supergroup-Projekts ins rechte Licht gerückt und der Thrash-Metal-Langlauf in „Raping Your Mind“ mit rasant galoppierenden Gitarren und ein stimmlich auf Halsbrecher getrimmter Patton hat 2020 die Wucht, die ihm gebührt.

„Die alten Songs zu singen, ist ein bisschen so, als würde man alte Babyfotos von sich anschauen“, gestand Patton in einem Interview. Damit die Überarbeitung kein reines, auf Druck und Hochglanz poliertes Recycling-Produkt wird, sind neben den acht ursprünglich vorhanden Stücken auch drei weitere Songs dazu gekommen, etwa das neue neunminütige „Methematics“, das sich in seiner  Schredder-Laune nahtlos in die Kirmes einfügt.

Ein großer Warnhinweis auf der Veröffentlichung wäre rechtlich wahrscheinlich die sicherste Lösung! Denn „The Raging Wrath Of The Easter Bunny Demo“ klingt nach vielem – für Thrash-Metal-Ungeübte nach brutal viel Verrücktem – aber nie nach 34 Jahre alten Songs.

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