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Mikky Ekko – Time – Gut Ding will Weile haben

Als sich Mikky Ekko vor drei Jahren an der Seite der großen Rihanna praktisch über Nacht ins internationale Pop-Rampenlicht katapultierte (“Stay”), war die Musikwelt Feuer und Flamme. Nur allzu gerne hätte man dem Songwriter weitere rote Teppiche ausgerollt. Doch für sein Debütalbum ließ sich der Sänger aus Nashville lieber noch ein bisschen Zeit. Drei Jahre später ist es dann aber endlich soweit. Nach drei EPs und diversen Kollaborationen veröffentlicht Mikky Ekko sein Longplayer-Debüt “Time”.

Gleich während des eröffnenden “Watch Me Rise” will man den Protagonisten beglückwünschen. Die Wartezeit scheint sich gelohnt zu haben. Mit opulent inszeniertem Harmony-Pop zaubert Mikky Ekko Freunden eingängiger Klangkost bereits zu Beginn ein Lächeln ins Gesicht.

Auch der Rest des Albums überzeugt. Egal ob mit unter die Haut gehendem Akustik-Gezupfe (“Time”), wabernden Bittersweet-Scores (“U”) oder rockig nach vorne preschendem Gitarrenpop (“Riot”) im Gepäck: Mikky Ekko ist für jede Klangreise gerüstet. Offen und experimentierfreudig schlängelt sich der Mann mit dem bezirzenden Organ wie ein geschmeidiges Raubkätzchen durch den Pop-Dschungel der vergangenen drei Jahrzehnte. Dabei stehen neben pointiert gesetzten High End-Arrangements auch eine Vielzahl großer Melodien Spalier.

So bleibt am Ende nicht nur Ekkos markante Stimme haften, sondern auch ein langlebiger Background-Potpourri, der der verstaubten Mainstream-Fassade der jüngeren Vergangenheit einen glänzenden Neuanstrich verpasst. Sehr schön.

Und was ist mit Rihanna? Auch dabei? Nein, glücklicherweise nicht. Dafür durften sich aber zahlreiche namhafte Produzenten am Mischpult austoben (Benny Blanco, Stargate, Clams Casino, David Andrew Sitek, A.C.). Die haben sich aber allesamt größte Mühe gegeben, so dass der gute Mikky Ekko voller Stolz zu Protokoll geben kann: “Dieses Album hat mich viel Kraft und Zeit gekostet. Aber ich bin glücklich mit dem Ergebnis. Die Wartezeit hat sich auf jeden Fall gelohnt.” Recht hat er.

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