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Nathaniel Rateliff And The Night Sweats – Nathaniel Rateliff And The Night Sweats

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Wer schon mal die Gelegenheit hatte, Nathaniel Rateliff mit seiner Band The Night Sweats live zu erleben – wie zum Beispiel vor ein paar Wochen in Berlin – wird sich mit allen anderen Anwesenden einig gewesen sein: Rateliff ist eine Naturgewalt, und ja, ihm steht eine große Zukunft bevor.

Das war so nicht unbedingt vorauszusehen: Als vor gut fünf Jahren Rateliffs Solodebüt „In Memory of Loss“ herauskam, steckte man ihn in die Schublade „sensibler Folk“, in der er sich im Grunde seit 2007 mit seiner damaligen Band The Wheel befand. Anrührend und introspektiv, das ja, aber (noch) keine große Nummer. Anno 2015 ist alles anders.

Das Album von Nathaniel Rateliff & The Night Sweats erscheint auf Stax, der in Memphis ansässigen Labelheimat für den legendärsten Rhythm & Blues & Soul: Otis Redding, Isaac Hayes, Booker T. & The MG’s, Sam and Dave – sie alle veröffentlichten bei Stax. Für Rateliff ist diese Gesellschaft einerseits eine Ehre, aber es liegt auch durchaus nahe, dass er bei Stax gelandet ist: Nathaniel wurde in Denver geboren und wuchs in Missouri auf – nicht wirklich der Süden der USA, aber die Lebensumstände sind vergleichbar.

Wie die Stax-Pioniere transformiert Rateliff seine Erfahrungen, Sorgen, Wut in erdigen Bluesrock, rauh und ungeschliffen, das Ergebnis ist eine Art moderner Gospel. Ein Song wie „S.O.B.“ erfindet die Rockgeschichte nicht neu, berührt aber so tief, als hörte man solche Musik zum allerersten Mal. Allein durch die pure Energie und Kraft der Musik werden sich manche an den jungen Bruce Springsteen erinnert fühlen – nur mit mehr Funk im Gepäck.

Wie bereits erwähnt, trat Rateliff als Solo-Singer-/Songwriter in Erscheinung, doch erst mit den Night Sweats entfesselt er seine Stärken voll und ganz. Dunkel, buchstäblich verschwitzt klingt die Platte, wenig bis nichts erinnert an den Folkie von vor ein paar Jahren – bis auf Rateliffs sicherers Händchen fürs Songschreiben. „I Never Get Old“ zum Beispiel, einer der melodischen, intensiv emotionalen Tracks, kontrastiert mit dem bittersüßen Reverb-Stomper „Look It Here“, „Shake“ trudelt ins Psychedelische, während die Ballade „Mellow Out“ zärtlich und verträumt gestimmt ist.

Ganz überwiegend ist „Nathaniel Rateliff & The Night Sweats“ aber ein ungeschliffenes, rohes Stück Musik, das auf die Bühne, auf die Straße, auf jeden Fall raus will – wer das genauer verstehen möchte, sollte sich „Trying Hard Not To Know“ anhören. Nathaniel Rateliff ist kein visionärer Erneuerer, seine Musik huldigt ganz klar den großen, unsterblichen Vorbildern – und es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn Rateliff keinen festen Platz im Rock-Olymp sicher hätte.

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