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(Sandy) Alex G – Beach Music

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Ein „Internet-Geheimnis“ zu sein, ist ein Widerspruch in sich: Denn was erstmal im Netz gelandet ist, geht da nicht wieder weg – und für fast jede/n Absender/in gibt es auch irgendwo empfängliche Adressaten. So verhält es sich auch mit Alex Giannascoli alias Alex G aus Philadelphia: Der 21-jährige Singer-/Songwriter und Multiinstrumentalist begann seinen musikalischen Werdegang mit Lo-Fi-Homemade-Aufnahmen, die er vor allem via Bandcamp veröffentlichte.

Rasch bildete sich eine begeisterte Fangemeinde, ein erster Plattenvertrag bei Lucky Number Records und sein bejubeltes Debütalbum „DSU“ folgten, das genau genommen kein Debüt-, sondern sein ungefähr viertes Album ist – Lucky Number und seit kurzem Domino Records haben alle Mühe, seinen beträchtlich umfangreichen DIY-Backkatalog nach und nach herauszubringen.

Alex G ist ein musikalisches Wunderkind par excellence: Alle seine Familienmitglieder spielen mehrere Instrumente, seine ersten eigenen Aufnahmen stellte er bereits mit 13 Jahren am MacBook zusammen. Auf der Temple University, wo er Literatur studierte, spielte er in verschiedenen Bands mit, zum Beispiel in einer Truppe mit dem schönen Namen Elvis Depressedly.

Am Liebsten aber arbeitet Alex G allein. Er sagt: „Wenn man mit anderen zusammenspielt, dauert es ewig, bis man alles abgestimmt und diskutiert hat. Ich weiß selbst am besten, was zu tun ist.“

Seine Musik klingt zwar durchaus introvertiert, aber keineswegs nach einem autistisch veranlagten Frickler: Seine zarten Elektro-Folk-Gespinste, hauptsächlich aus Gitarre und Elektrobeats gebaut, haben ihre Vorläufer in Bands wie Built to Spill, Wilco oder Modest Mouse, weisen aber auch deutlich in Richtung Songwriter vom Schlage Bob Dylans oder Elliot Smith.

Songs wie „Brite Boy“ sind deutlich selbstironisch gefärbt, „In Love“, „Snot“ oder „Bug“ kommen träumerisch und äußerst sparsam arrangiert daher – der Albumtitel „Beach Music“ passt perfekt: Alex G’s Songs kann man sich bestens am Strand vorstellen, wenn die Sonne langsam untergeht, die anderen Badegäste zum Hotel aufbrechen und man selbst mit der Clique noch lange im noch warmen Sand sitzen bleibt und „Look Out“ mitsummt.

Alex G guckt sich das Idyll, das er geschaffen hat, freundlich lächelnd an, geht in sein Zimmer und schraubt noch ein paar Tracks zusammen.

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