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Adele – 25 – Der Thron wackelt

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Nahezu alle waren sich einige: Adeles neues Studiowerk „25“ wird das Pop-Album des Jahres 2015. Nun ist es endlich draußen, und viele der Musikpropheten von Los Angeles bis Melbourne ziehen schon nach dem ersten Durchlauf des Albums die Augenbrauen zusammen.

Sicher, alles umgarnende, bis ins letzte Detail verfeinerte und mit großem Bombast ummantelte Schmachtoden à la „I Miss You“, „When We Were Young“ und „Remedy“ fahren erneut alles auf, was der Neo-Soulqueen aus Tottenham spätestens vor vier Jahren das glitzernde Branchenzepter verschaffte. Aber so richtig zünden will es dann doch nicht. Zu transparent und vorhersehbar stapeln sich Pianoläufe, Streicherwolken und akzentuierte Percussions übereinander.

Hier und da („Send My Love (To Your New Lover)“, „Water Under The Bridge“) wird zwar mit etwas mehr Schwung aus der Reihe getanzt. Aber im Großen und Ganzen bleibt Adele ihrer Linie treu. Soll heißen: Brust raus, und mit viel emotionalem Tamtam und tonnenweise Taschentüchern im Handgepäck raus ins Freie.

Das Ziel: Die Herzen der Leidenden, die sich allabendlich vereinsamt und von Liebeskummer geplagt in vorgewärmte Decken kuscheln. Die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt. Irgendwann wird er oder sie schon vor der Tür stehen und den tiefsitzenden Herzschmerzen mit einem charmanten Lächeln im Gesicht ein Ende setzen. Dann wird er gefeiert werden, Adeles Loveletter-Soundtrack namens „25“; getragen von einer Stimme, die im Business immer noch einzigartig ihre Bahnen zieht.

Nur die Stimme allein versetzt in der Dur- und Moll-Championsleague längst keine Berge mehr. Um den Thron zu verteidigen muss das große Ganze in unvergleichlichem Glanz erstrahlen. „25“ glänzt allerdings nur gesanglich. Der Background hinkt eher hinterher.

Meckern auf höchstem Niveau? Vielleicht. Wer allerdings auf den Gipfel will, der sollte auch entsprechendes Zubehör dabei haben. Und das hat die gute Adele hier scheinbar im Tal liegengelassen.

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