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FIDLAR – Live im Postbahnhof, Berlin

Oh boy! Die Hütte hat gebrannt. „Fuck it dog, life’s a risk“ nehmen nicht nur kalifornische Skater als Motto dafür, waghalsige Tricks wieder und wieder zu probieren, auch die paar hundert Hanseln gestern im verkürzten Postbahnhof scheinen dasselbige Lebensmantra für sich gefunden zu haben.

Auf dem Bass dieser durch und durch unpolitischen Surf-Punk-Band stand in großen Lettern „Pray for Paris“, abgesehen davon war es ein von den kürzlichen Ereignissen beeindruckend unberührter Abend: bierseliges Rumgehüpfe, Rumgegröle, Abgemoshe. Punk-Rock in seiner zelebrierten Reinform: den Alltag, die Etikette, die Gesellschaftszwänge für eine Stunde ausblendend und wegschiebend.

Doch FIDLAR mit ihren melodiösen Punk-Rock-Hymnen, garniert mit herrlichen Surf-Gitarren-Riffs, waren nicht alleine für diesen gelungenen Abend zuständig. Endlich mal wieder ein herausstechender Support Act: Bully und ihr frischer vintage-female-grunge aus Nashville haben nicht nur mit „Feels Like“ im Sommer ein wundervolles under the radar-Debütalbum vorgelegt, sondern auch gestern den Live-Test mit Bravour vor großem Publikum bestanden.

So brachten gestern gleich zwei Bands große Melodien, eine tolle Stimme trotz dicker Erkältung (Bully), jede Menge Rock’n’Roll und ganz viel fuck your politics! unters Volk. Punk-Rock-Mission erfüllt.

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