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Cage The Elephant – Live im Postbahnhof, Berlin

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“Come a little closer, then you’ll see – Come on, come on, come on” war definitiv das Motto des Donnerstag Abend im Berliner Postbahnhof. Und was das Publikum bei Cage The Elephant sah, war die – nennen wir es mal – glorreiche Rückkehr der fünf Musiker aus Kentucky auf deutschem Boden.

Wenn es eines gibt, was die Band um Matt und Brad Shultz während eines Konzertes will, dann ist es die Nähe zu den Fans. Es gibt kaum Künstler, die konsequent immer mit dem Publikum agieren. Sprünge von der Bühne, das Bad in der Menge samt Gitarre oder ein lupenreiner Headwalk – Cage The Elephant lieben ihr Publikum und suchen es tatsächlich immer!

Bevor es aber richtig losgehen konnte, bekam der exzellente Support Chrome Pony erstmal eine schöne Abreibung vom Mainact. Kondome über den Mikrofonen, eine Ladung Babypuder auf dem Schlagzeug und das hämische laute Lachen von Brad Shultz am Rande der Bühne waren die ersten Vorboten eines unterhaltsamen Abends.  

Die 2006 gegründeten Cage The Elephant brachten im vergangenen Dezember ihr viertes Werk „Tell Me I’m Pretty“ auf den Markt und touren derzeit durch Europa. In Berlin legten sie daher den Fokus auf die neueren Songs.

“Cry Baby” fungiert nicht nur auf dem Album als Opener, sondern auch an diesem Abend. Das treibende Schlagzeug, der pulsierende Bass und ein sichtlich gutgelaunter und energischer Matt Shultz verzückten schnell das Publikum. Danach erklang der erste Kracher des Abends – “In One Ear”. Gleich von Anfang an war das Publikum auf Höchstleistung getrimmt.

Dies spornte nicht nur andere Gäste, sondern auch die Band an, angefangen mit Brad Shultz, der kurzerhand samt Gitarre gutgelaunt in die Masse hüpfte. Das lies sich sein kleiner Bruder Matt ebenfalls nicht nehmen und setzte zum Sprung über die Fotografen in die Hände der Fans an. Von Anfang an tobte das Publikum und war Feuer und Flamme für Cage The Elephant.

„Take It Or Leave It“, “Spiderhead” und “Sweetie Little Jean” brauchten sich an diesem Abend nicht verstecken, aber es war wie erwartet “Ain’t No Rest For The Wicked” welches die Halle zum Beben brachte. Der Sing Along-Song brachte 2008 nicht nur den Durchbruch für Cage the Elephant, sondern zog auch den Letzten (außer Karl von Kraftklub, der auch unter den Besuchern war) im Publikum in den Cage-Bann. Kaum jemand stand mehr still.

Und Matt Shultz? Dieser stand mittlerweile schon 30 Minuten unter Dauerstrom und tanzte in guter alter Manier, so dass man glauben konnte, Mick Jagger persönlich habe ihm das Tanzen beigebracht. “We can’t slow down, we can’t hold back though you know we wish we could.” schwirrte wahrscheinlich dem 32-jährigen die ganze Zeit durch den Kopf und daran hielt er sich auch bei “Mess Around”, welches kurz danach folgte. Produziert von Dan Auerbach, hörte man auch live leichte Einflüsse der Black Keys heraus.

Die aktuelle Single-Auskopplung war definitiv für viele im Publikum der Grund, um auf das Konzert zu gehen. Und woran erkannte man das? Fast alle sangen mit! “Ahhhhh, oh no … No, she don’t mess around” – der Text lädt förmlich dazu ein.

Dann wurde es eng. Mit “Come A Little Closer” beendeten Cage The Elephant den ersten Part des Konzertes. Dieses Lied ist auch live voller Energie und lädt zum Springen und Tanzen ein. Alle Dämme brachen jetzt im Postbahnhof und jeder sprang gefühlt auf seinen Vordermann (inklusive Karl von Kraftklub). Matt Shultz, der mittlerweile nicht nur wie Mick Jagger tanzte, sondern auch Oberkörperfrei auf der Bühne stand, holte seine letzten Reserven aus sich heraus.

Das was Cage The Elephant ausmacht, ist die hervorragende Fähigkeit, mit den Fans zu agieren. „Cigarette Daydreams“, eine Liebesballade, die für Matt Shultz Ehefrau geschrieben wurde, entwickelte eine wunderbare Atmosphäre zwischen Fans und Band, aus der sich nach einer kleinen Pause kaum jemand befreien konnte.

Danach pumpte wieder das Blut in den Venen. „Sabertooth Tiger“ bildete den Abschluss des Abends und die Security vor der Bühne hatte wieder ordentlich zu tun. Matt Shultz, der sich voller Adrenalin und mit funkelnden Augen in der Menge suhlte, ließ die Jungs von der Sicherheit wartend zurück – und dann kam er: der lupenreine Headwalk.

Ignoriert das Klima, die Uhrzeit oder den Ort – Konzerte von Cage The Elephant sind garantiert immer heiß. Sie inspirieren zum Tanzen, Headbangen und Singen. Die Band um Matt Shultz sollte endlos auf Tour gehen, damit jeder die Möglichkeit hat sie live zu sehen.

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