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Cullen Omori – New Misery – Indie-Liebling

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Cullen Omori – das ist der berühmte Reset-Knopf eines Ex-Frontmannes, der einen Neustart wagt. Bei der amerikanischen Indie-Hoffnung von einst, der Band Smith Westerns, war es dann doch schneller vorbei als erwartet. Zwischen den beiden Omori-Brüdern Cullen und Cameron kriselte es gewaltig, bis man sich entschied, getrennte Wege zu gehen.

Der Albumtitel „New Misery“ ist ein Wortspiel-Scherz, den man Omori durchaus zugesteht. Mit Elend hat das Debüt tatsächlich nichts am Hut, aber der große Kracher ist es eben auch nicht.

Cullen Omori versprüht einen Als-wäre-nichts-gewesen-Optimismus und haut mit dem Opener „No Big Deal“ eine Hommage an die 60er-Jahre-Ästhetik, den Glamrock der 70er und den Britpop der 90er raus.

 

Danach bietet uns Cullen Omori langsame, in Solipsismus badende Balladen („Two Kinds“, „Be a Man“, „New Misery“), die sich abwechseln mit Indie-Schablonen-Songs à la MGMT wie „Hey Girl“, „Cinnamon“ und „LOM“.

 

„And Yet The World Still Turns“ und „Cinnamon“ sind zwei Songs, die man sich gut anhören kann. Wie in „Hey Girl“ ist die Melodie abgekupfert, funktioniert aber dennoch gut. „And Yet The World Still Turns“ ist ein launiger Song, bei dem einfach alles stimmt.

„Cinnamon“ ist das Gegenteil von langweilig, melodisch eine Punktlandung; der euphorische Sänger lässt sich von der angenehmen Bassline und den Gitarrenriffs tragen: „All we are, my love, is unremarkable“.

Die Songtexte von Omori sind durchweg überzeugend, erzählen authentisch von existentiellen Krisen, die man so durchläuft im Leben. Insgesamt interferiert Omoris Stimme jedoch zu sehr mit dem Klang, das Rauschen ist eher störend als experimentell.

„New Misery“ ist klanglich diffus und stimmlich monoton, tut stellenweise weh, kann jedoch mit gewissen Spannungselementen wie dem sinfonischen Aufschrei am Ende von „Poison Dart“ punkten.

Am Ende des Albums stellt sich jedoch dieses Endlich-vorbei-Gefühl ein. „New Misery“ ist ein Album zum Dahintreiben, das bisweilen an Oasis erinnert. Die einen mögen dabei träumend aus dem Fenster schauen, die anderen entnervt den Zähler beobachten.

Indie-Darling hin oder her – Kritik darf und muss geäußert werden. Am Ende ist auch „New Misery“ eine durchweg subjektive Geschichte, die man elendig finden oder als ziemlich substantielles Indie-Werk begreifen kann.

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