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Tiga – No Fantasy Required

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Aua. Hochnotpeinlicher Vocal House, Kirmes im Grunde, gibt’s hier überflüssigerweise von Tiga auf die Ohren.

Tiga Sontag, aus Kanada, ist der Dude, welcher vor etlichen Jahren, zu Beginn der Nullerjahre, zwei House-Remix-Hits hatte: Corey Harts „Sunglasses At Night“ und Nellys „Hot In Herre“, letzterer Chart Hit mit Vocals von Scissor Sisters-Sänger Jake Shears.

Damals war das heißer Scheiß, der brandneue Minimal House des 21. Jahrhunderts noch unschuldig, in’s Berghain kam man tatsächlich noch rein. Und Lager zwischen vermainstreamten Bombast-Electro und authentischer Clubkultur waren noch nicht existent.

Die ohrenschmerzenden Kulturverbrechen, die ein David Guetta in Las Vegas mit Rekordgagen zum Besten gibt, und die mit echter House-Musik so viel zu tun haben wie Gregor Gysi mit dem Wu-Tang Clan, haben ihren Ursprung genau hier. In den Unschuldsjahren eines Genres, in denen jeder machen konnte was er wollte.

Dieser „Sunglasses At Night“-Remix? Dünn an Substanz, mager an Arrangierkunst. „Hot In Herre“ im Tiga-Remix? Schneller gepitcht, mit neu eingesungenen Vocals und ein paar Glitzerbeats drübergestreut, das war’s. Aber es war ganz neuer Scheiß, damals, und also stand die junge Welt drauf.

Im Grunde hätte man es schon damals antizipieren können. Aber Tiga wurde der rote Erfolgsteppich ausgebreitet, durfte sogar den DJ Ritterschlag erfahren, eine DJ Kicks vom !K7-Label zu übernehmen.

Alles an „No Fantasy Required“ ist schmierig. Durchzogen vom Willen, auf Ibiza, einer hippen Berlinale Party, aber auch im Münchner P1 zu funktionieren. Das Equipment, die Software, die Synthies: sauteuer, vom feinsten. Die Seele, das Herzblut, die Leidenschaft: Nicht auf diesem Album.

Die internationale DJ-Größe Tiga hat zu oft in Großraumdiskos für Möchtegern-Models und B-Prominenz aufgelegt, scheint es. Dabei gehört er zur ersten Stunde und hat sich seinen damaligen ersten Erfolg sicherlich fleißig und hart erarbeitet.

Jetzt wo diese DJ-Speerspitze um David Guetta Multimillionäre geworden sind, will der ein oder andere alte Hase ein Stück vom Kuchen abhaben. „No Fantasy Required“ lässt daran leider keinen Zweifel.

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