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Da ist noch viel Luft nach oben – Sunset Sons im Interview

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Spätestens nach der letzten Imagine Dragons-Tour hat man die vier Jungs von Sunset Sons auch hierzulande auf dem Schirm. Mit locker aus der Hüfte geschossenem Indie-Rock wussten die leidenschaftlichen Surfer überall zu begeistern. Nun hat die Band, die erst vor knapp drei Jahren an französischen Südküste gegründet wurde endlich ihr Debütalbum am Start. Das gute Stück heißt „Very Rarely Say Die„. Im Zuge ihrer ersten Headliner-Tour durch Europa holten wir uns Sänger Rory Williams und Gitarrist Robin Windram an die Strippe und sprachen über das Leben auf der Überholspur, volle Hosen und Zukunftspläne.

MusikBlog: Ihr seid gerade in Europa auf Headliner-Tour. Wie sind die ersten Eindrücke?

Rory Williams: Wir sind immer noch total benebelt. Newcastle war der Hammer. Ich meine, nachdem wir mitbekommen haben, dass einige Shows schon ausverkauft sind, hatten wir schon ein ziemlich gutes Gefühl. Aber wenn man dann tatsächlich auf der Bühne steht und wildfremde Menschen deine Songs mitsingen, dann ist das nochmal eine andere Baustelle. Und in Newcastle ging es von Beginn an nach vorne. Wir hatten kaum Zeit zum Durchatmen. Ich hoffe, das geht jetzt so weiter. Mal sehen, wie die Leute heute Abend in Glasgow drauf sind.

MusikBlog: Ihr habt die Band erst vor knapp drei Jahren gegründet. Seitdem ist unheimlich viel passiert. Wann findet ihr Zeit, all das Geschehene zu verarbeiten?

Robin Windram: Gar nicht. (lacht) Es ist wie ein Rausch. Wir werden momentan viel rumgereicht. Jede Woche passiert etwas Neues.

Rory Williams: Das ist ähnlich wie beim Surfen. Wenn man erst einmal in der Welle liegt, blendet man alles andere aus. Man ist dann wie gefangen. Ein tolles Gefühl.

MusikBlog: Geht euch das alles nicht manchmal auch ein bisschen zu schnell?

Rory Williams: Nein, überhaupt nicht. Wir haben die Band gegründet, weil wir genau diese Erfahrungen machen wollten. Sicher, zuerst haben wir nur ein bisschen rumgeeiert. Wir haben viel gecovert, auf Partys und in Bars gespielt. Irgendwie mussten wir ja unsere Drinks bezahlen. (lacht) Aber im Hinterkopf hatten wir schon immer das große Ganze. Und als es dann losging, haben wir uns angeguckt und gesagt: Yeah! Und ab dafür! Seitdem leben wir unseren Traum.

MusikBlog: Ihr habt die BBC-Soundlist-Verantwortlichen um den Finger gewickelt, große Festivals gespielt und ihr wart mit Imagine Dragons auf Tour. Gab es irgendeinen Moment, der alles Bisherige in den Schatten gestellt hat?

Rory Williams: Die Soundlist-Sache war schon ziemlich cool. Das hat uns schon stolz gemacht. Ich meine, man muss ja nur mal gucken, wer da in den letzten Jahren alles am Start war. Das war schon krass.

Robin Windram: Für mich war die Tour mit Imagine Dragons das bisherige Highlight. Wir haben davor nur in kleinen Clubs gespielt. Das war auch schon cool. Aber plötzlich standen wir auf einer großen Bühne vor 16.000 Menschen. So etwas kann man eigentlich nicht in Worte fassen.

MusikBlog: Die Hosen voll gehabt?

Robin Windram: Auf jeden Fall. (lacht) Wir sind ja keine Roboter. Zum Glück verliert man die Nervosität, sobald der erste Song losgeht. Danach genießt man einfach nur noch. Die halbe Stunde vor den Shows war aber immer die Hölle.

MusikBlog: Die Band entstand ja eher aus einer Laune heraus. Sicher, ihr hattet Träume. Aber so richtig daran geglaubt habt ihr wahrscheinlich selbst nicht. Erinnert ihr euch noch an den Moment, als euch bewusst wurde, dass aus dem Spaß-Projekt auch etwas Größeres werden könnte?

Rory Williams: Es gab da ein Konzert in einer kleinen Bar in dem Ort, wo wir uns alle kennengelernt haben. Ich habe noch alles genau vor Augen. Wir coverten wie üblich ein paar Songs. Alle waren ausgelassen. Die Stimmung war super. Irgendwann spielten wir dann ein paar eigene Songs. Und plötzlich sind die Leute förmlich ausgerastet. Die haben sogar unsere Texte mitgesungen. Das war für mich der Augenblick, wo mir bewusst wurde, dass wir eine Zukunft haben.

MusikBlog: Bis zu diesem Tag wart ihr passionierte Surfer. Nun seid ihr ständig unterwegs. Kommt ihr noch regelmäßig ins Wasser?

Rory Williams: Wir nutzen jede Chance, die sich uns bietet. Wenn wir irgendwo spielen, wo ein Strand in der Nähe ist, packen wir unsere Boards ein und düsen los. Natürlich sind wir nicht mehr so oft im Wasser. Aber das ist ok. Auf der Bühne zu stehen und Musik zu machen, ist schließlich auch ’ne geile Sache.

MusikBlog: Dieser Tage erscheint euer Debütalbum „Very Rarely Say Die“. Aufgeregt?

Rory Williams: Und wie! Wir können es gar nicht erwarten. Wir haben zwar schon einige EPs auf der Habenseite. Aber so ein Debütalbum… Das hat schon was.

MusikBlog: Manch einer kündigt euch als die neuen Kings Of Leon an. Wie seht ihr das?

Robin Windram: Die Kings sind eine tolle Band. Mich ehrt es, wenn man uns mit so einer großen Band vergleicht. Ich denke aber, dass wir noch lange nicht so weit sind, um uns mit einer solchen Band auf eine Stufe zu stellen. Wir sind ja erst am Anfang.

Rory Williams: Ich bin sehr zufrieden mit dem Album. Aber ich glaube, dass wir noch mehr drauf haben. Wenn wir nach der Tour nach Hause kommen, werden wir uns hinsetzen und gucken, was noch alles in uns steckt. Ich bin davon überzeugt, dass das zweite Album anders klingen wird.

MusikBlog: Warum anders?

Rory Williams: Es ist ein sehr homogenes Album geworden. Viele sprechen von einem Sommer-Album. Ich weiß aber, dass wir auch tiefer gehen können. Wir werden uns definitiv weiterentwickeln.

MusikBlog: Klingt spannend.

Rory Williams: Glaub mir, da ist noch viel Luft nach oben.

MusikBlog: Ich find’s ja jetzt schon cool. Aber ich freue mich natürlich auch auf Neues. Ihr wollt also dieses Jahr noch neue Songs schreiben?

Rory Williams: So ist zumindest der Plan. Wir müssen einfach gucken, wie es läuft. Jetzt haben wir erst einmal die Tour vor der Brust. Danach wollen wir kurz runterkommen und uns sammeln. Und dann kann es eigentlich auch schon wieder losgehen.

MusikBlog: Klingt nach einem guten Plan.

Rory Williams: Ich liebe gute Pläne. (lacht)

MusikBlog: Vielen Dank für das Interview.

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