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Yak – Alas Salvation – Rumpelstilzchen

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Wieder eine britische Band, die von der heimischen Presse zum nächsten großen Ding hochgeschrieben wurde, noch bevor es einen ersten Song zu hören gab. Bis schließlich dem Endverbraucher ein Album zur eigenen Urteilsbildung zur Verfügung steht, wurde schon die nächste Sau durchs Hype-Dorf getrieben.

Die Langlebigkeit von Yak muss sich also erst noch beweisen. Für ihre Songs reichen hingegen recht kurze Aufmerksamkeitsspannen. Mit Ausnahme des finalen und äußerst psychedelisch geratenen „Please Don’t Wait For Me“, das fast acht Minuten für sich beansprucht, spielt sich das meiste auf „Alas Salvation“ zwischen einer und dreieinhalb Minuten ab.

Tempo und Krawall sind daher die bevorzugten Waffen des Trios. Das eröffnende „Victorious (National Anthem)“ ist ein rumpliger Garagenrocker mit ordentlicher Punk-Attitüde. So ähnlich würden heute vermutlich The Strokes klingen, wenn sie nochmal 18 sein könnten.

Im zweiten Stück „Hungry Heart“ verdoppeln Yak mal eben die Geschwindigkeit von Krautrock. Sänger Oliver Burslem singt hier genauso monoton wie auch David Bowies Krautrocklieblinge vornehmlich zu singen pflegten.

Dass es Yak sogar mit schleifender Handbremse können, beweist dann „Roll Another“, das aus der halbakustischen ersten Hälfte mit reichlich Hintergrund- und Störgeräuschen bald zu einer fiesen Noise-Nummer ausartet. Doch egal, wie sie es angehen, diese Band ist garstig und rauborstig wie das Rumpelstilzchen im Unterholz.

Zurechtbiegen oder glatt schleifen stand ganz oben auf ihrer Not-to-do-Liste (die seit den Känguru-Chroniken populärer ist als ihr großer Bruder). Und falls sie, wie in der Postpunk-Nummer „Take It“, doch einmal mit Wohlklang locken, verklemmen sich erst die verschobenen Bass- und Gitarrenmotive im Gehörgang, bevor ein apokalyptischer Bandsalat am Ende reihum Ohrfeigen verteilt.

Neu ist das nicht. Mit einer ähnlich widerspenstigen Haltung stiegen beispielsweise auch schon Japandroids oder Cloud Nothing in den Ring. Doch ganz gleich, ob der Hype nun begründet ist oder nicht. Wenn die neue Radiohead zu heiß läuft, darf sich jeder von diesem Debütalbum eine Runde abwatschen lassen, um einen kühlen Kopf zu bewahren.

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