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Hannah Georgas – For Evelyn

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Wenn Hannah Georgas behauptet, ihr drittes Album sei ihr bisher persönlichstes und „For Evelyn“ zum Beweis ihrer 98-jährigen Großmutter widmet, dann glaubt man ihr das ohne Umschweife: Manche Dinge sind über Marketing-Folskelei eben einfach erhaben und Alben nach Familienmitgliedern zu benennen gehört dazu.

Passend zum biographischen Bezug hat Georgas mit ihrem Stammproduzenten Graham Walsh (Holy Fuck) dazu ein Klangbild ausgeheckt, das maßgeblich auf Elektronik und elegische Klavierklänge setzt und sich von den folkrockigen Sounds des Debütalbums „This Is Good“ endgültig in Richtung Synth-Pop verabschiedet: Gitarrengestützte Ausbrüche sucht man auf dem dritten Album der Kanadierin vergeblich; stattdessen geben die Songs auf „For Evelyn“ melancholische Einblicke ins Seelenleben der Singer-Songwriterin.

Textlich reicht das von wehmütigen Trennungsszenarien wie in „Don’t Go“ bis zu Abschottungsfantasien in der Ballade „Walls“, die beinahe in lethargische Lana-Del-Rey-Gefilde vorstößt, dabei aber immerhin eine faszinierende Dichte erreicht, wenn Georgas‘ verträumter Gesang mit Klavierakkorden und dezenten Elektronik-Spielereien die besungenen inneren Mauern aus Klang errichtet. „Loveseat“ und „Evelyn“ setzen dagegen ganz auf wummernde Synthesizer und tanzbare Beats, ohne dabei die melancholische Grundstimmung des Albums aufzugeben.

Leider neigt „For Evelyn“ im Auskosten dieser Stimmung im Ganzen ein wenig zur Gleichförmigkeit. Die besten Momente des Albums sind daher vor allem die, in denen Hannah Georgas aus dem glatten elektronischen Klangbild ausbricht und mit interessanten Soundkombinationen experimentiert – etwa mit knurrigen Bläsern, die im Opener „Rideback“ einen Teppich aus gewagt dissonanten Akkorden ausrollen und in „Waste“ für einen funkigen Kontrapunkt zum Synth-Fundament sorgen.

Seltsam fehl am Platz wirkt der introvertierte Sound dagegen, wenn die Musik dem Text offensichtlich im Weg steht: „You make me wanna do crazy shit“ singt Georgas in „Crazy Shit“ mit Engelsstimme; der leicht angezerrte Moog-Bass ist dann aber auch schon das Verrückteste, was ihr dazu musikalisch einfällt.

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