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Let’s Eat Grandma (Credit Francesca Allen)

Let’s Eat Grandma – I, Gemini – Teenies auf Abwegen

Während sich die meisten 17-jährigen Mädchen dieser Welt mit Handys, Jungs und der Ausarbeitung ihres Ich-höre-nicht-mehr-auf-meine-Eltern-Masterplans die Zeit vertreiben, tüfteln die beiden aus dem britischen Norwich stammenden Rosa Walton und Jenny Hollingworth alias Let’s Eat Grandma lieber an psychedelischen Klanglandschaften. Und da die beiden Girlies scheinbar ein Händchen für obskure Sounds haben, tickt die Insel momentan so richtig aus.

Vor allem die Kollegen vom NME sind hellauf begeistert: „The Norwich teens are like the evil twins from The Simpsons – a little bit witchy, a bit mischievous and totally badass“, heißt es aus den britischen Redaktionsräumen. Wir hören natürlich auch mal gerne rein in das Debütalbum des blutjungen Duos. „I, Gemini“, steht auf dem Cover. Klingt schon mal spannend.

Doch was steckt drin? Musik à la t.A.t.U. oder Icona Pop? Nicht wirklich. Rosa und Jenny tanzen viel lieber auf düsteren Hochzeiten. Eingebettet in eine okkulte Aura und befeuert von mystischem Zauber spaziert der musikalische Inhalt von „I, Gemini“ durch dornenreiche Psychedelic-Folk-meets-Noise-Pop-Wälder.

Eine Orgel, ein Glockenspiel, trockene Beats aus dem Drumcomputer und zwei junge Stimmen, die gekonnt zwischen Licht und Schatten pendeln: Das Let’s Eat Grandma-Debüt kommt spritziger und belebender um die Ecke als ein Glas frisch gepresster Zitronensaft.

Sicher, man sollte schon eine Vorliebe für skurrile Sounds haben wenn man mit Sludge-Pop-Eckpfeilern wie „Deep Six Textbook“, „Eat Shiitake Mushrooms“ oder „Sax In The City“ eine verbindliche Liaison eingehen möchte. Die Masse wird hier eher in die Röhre gucken. Für Klang-Nerds hingegen, denen kein tonales Bezirze zu spooky ist, präsentiert sich „I, Gemini“ auf dem Silbertablett.

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