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M.I.A. – Go Off – neues Album, neue Single, neues Video

M.I.A. ist zurück! Zusammen mit Skrillex und Blaqstarr produzierte Mathangi „Maya“ Arulpragasam, wie M.I.A. richtig heißt, ihre neue Single “Go Off”.

Wer M.I.A. kennt, der weiß, dass ihre Texte viel Inhalt haben. Schon ihre letzte Single “Borders” war geprägt von politischen Statements. Ihre Themen berühren soziale Missstände, Gleichstellung von Mann und Frau, sowie die aktuelle politische Lage.

In “Go Off” singt die 41-jährige Britin über Flüchtlinge. Dieses Thema ist auch für M.I.A. ein ganz besonderes. Geboren in London zog sie im Alter von 6 Monaten mit ihren Eltern nach Sri Lanka, da ihr Vater Gründungsmitglied einer militanten Organisation war. Dort aufgewachsen lernte sie schnell, mit Armut und Missständen umzugehen. Ihre Mutter zog später mit der zehnjährigen Mathangi und ihrer anderen Tochter zurück nach London, wo sie zuerst in einem Flüchtlingsheim unterkamen.

“Überlebende von Krieg, Konflikten und Völkermord leben als Vertriebene und Flüchtlingen verteilt über der ganzen Welt. Sie verkörpern noch immer die Gewalt, die sie ins Unbekannte, Ungewisse, in Lager und in Sozialwohnungen verdrängen.” sagt M.I.A.

So gewaltig sich die Texte lesen, so explosiv zeigt sich auch das neue Video zu “Go Off”, das M.I.A. bereits einen Tag nach der Single via Twitter veröffentlichte und bei dem sie selbst Regie führte. Zu sehen gibt es auf knapp 3:05 Minuten jede Menge faszinierende Perspektiven von Explosionen in einem Tagebau. Eine Veränderung in der Landschaft. Eine Veränderung durch den Menschen.

Schon in der Vergangenheit provozierte M.I.A. gerne mit ihren Texten, was nicht immer so gut ankam. Der Musiksender MTV lehnte es z.B. ab, ihr Video “Sunshowers” zu spielen, solange sie nicht eine Textpassage entfernte, welche sich auf die Palästinensische Befreiungsorganisation PLO bezog. In dem Lied rappte M.I.A. „Like PLO I Don’t Surrender“ – „Ich gebe niemals auf, wie die PLO“.

Auch bei ihrem erfolgreichsten Hit “Paper Planes” gab es Probleme. Die wiederkehrende Sequenz der vier Revolverschüsse wurde aus Jugendschutzgründen durch ein weniger martialisches Soundsample ausgetauscht. M.I.A. ärgerte dies natürlich sehr.

Auch eine neue Platte ist im Anmarsch. Am 9. September wird ihr fünftes Album “A.I.M.” im Handel erscheinen, als Nachfolger ihres letzten Longplayers “Matangi” aus dem Jahr 2013.

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