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Banks And Steelz – Anything But Words

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Je weniger zwei Künstler einen gemeinsamen Nenner vermuten lassen, desto besser wird in der Regel das Ergebnis einer Zusammenarbeit. Was die Spatzen schon seit 2013 von den New Yorker Dächern pfiffen und sich in beidseitiger Leidenschaft für den kreativen Sog der Metropole begründet, liegt jetzt im Albumformat vor.

„Anything But Words“, ist das Gemeinschaftsprodukt von Paul Banks, Frontmann der Indie-Helden Interpol, mit deren letzten Werk „El Pintor“ nicht mehr ganz frisch in Erinnerung, und Steelz a.k.a. RZA, der mit seinem Wu-Tang Clan erst im vergangenen Jahr auf der „A Better Tomorrow“-Tour punktete.

Dass drei Jahre zwischen Idee und Release des Albums vergangen sind, zeigt, wie gründlich die beiden in über 200 Studio-Sessions ihr Material erarbeitet haben. Darüber lernte man sich auch jenseits von Mischpulten und Instrumenten beim Schachspiel näher kennen.

Bei einer derartig profunden Herangehensweise sollte man mehr erwarten als hip-hop-beeinflussten Indie-Rock oder umgekehrt. Die bereits erschienene Single „Giant“ bildet den Auftakt zu zwölf Tracks, die aus vierzig entstandenen Songs für die Platte ausgewählt wurden. Was loslegt wie die Feuerwehr, entpuppt sich schnell als Einsatz zweier separater Löschzüge.

Die beiden Protagonisten kreisen umeinander, bleiben auf jeweils musikalisch sicherem Terrain, lassen sich auf wenig wechselseitig Befruchtendes ein. Was letztlich bedeutet, dass hier häufig nicht zusammenwachsen kann, was nicht zusammen gehört.

Wütenden Wortsalven in Richtung Kapitalismus, Terrorismus und sonstiger lebensverneinender Umstände von RZA folgen melodiöse, schwermütige Zeilen von Banks. Auch wenn „Ana Electronic“, das Titelstück, oder „Gonna Make It“ mehr elektronische Frische beinhalten als der Opener, folgen sie weitestgehend dessen Muster.

Trotzdem bemüht man sich um Abwechslung, darf Banks mal die gesungene Einleitung übernehmen, gibt es in „Sword In The Stone“ den gepfefferten Beitrag von Kool Keith oder fällt der Gitarreneinsatz, der sich durch „Speedway Sonora“ fräst, etwas umfangreicher aus.

Florence Welch bereichert „Wild Seasons“ stimmgewaltig. Dass mit der Florence + The Machine Frontfrau an dieser Stelle vom Protokoll abgewichen wird macht das Stück zum untypischsten und damit zu einem der besseren der Platte.

Im letzten Drittel wird es mutiger, entspannt jazzig der Beginn von „Conceal“. Die zweite Auskopplung „Love And War“, bei dem Ghostface Killah mit von der Partie ist, bekommt eine Prise Mexico verpasst und bewegt sich man sich am Schluss in Richtung Trip-Hop, ohne dort wirklich Fuß zu fassen.

Auch wenn am Ende in sechseinhalb Minuten „Point Of View“ mit den RZA`s Wu-Tang Clan Kollegen Method Man und Masta Killa weitere Schwergewichte die Szenerie betreten, bleibt „Anything But Words“ nicht mehr und nicht weniger als ein solider Genre-Mix.

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