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Joseph – I’m Alone, No You’re Not

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Musikalische Projekte im familiären Rahmen haben schon häufig zu modernen Pop-Fairytales geführt. Die drei Schwestern Allison, Meegan und Natalie Closner singen als Joseph ihre Medleys aus Folk, Pop und einem Hauch von Country und erinnern auf „I’m Alone, No You’re Not“ eher an Boy, als dass Erinnerungen an The Corrs wach werden. Eigentlich kein Grund zur Sorge, möchte man meinen.

Die Instrumentierung switcht zwischen schlichten Akustik-Nummern und opulenter ausstaffierten Popstationen, für deren Folk-Einschlag Mike Mogis sorgte, der bereits für Bright Eyes und Jenny Lewis an den Reglern saß. Im Falle des cleveren „Hundred Way“, das sich beinahe im R ’n‘ B-Rahmen ausprobiert, oder auch den lebhaften Chören von „White Flag“, die sich auf satte Tribal-Drums legen, setzt er das Trio aus Oregon durchaus clever in Szene.

„Blood & Tears“ erreicht dank grooviger Gitarren sogar eine leichtfüßige Popnote, die man sonst nur von eben Boy kennt. Hin und wieder nehmen die Arrangements sogar eine semi-soulige Tendenz ein, was dem Gesamtbild von „I´m Alone, No You´re Not“ keineswegs schadet. Entfalten kann sie diese aber leider kaum. Die dreigliedrigen Harmonieparts mögen gesangtechnisch noch so perfekt sein, hin und wieder fühlt es sich nun mal so an, als würde sich die Schwestern mit ihrer der gewählten Gesangform stilistisch selbst unnötig einengen.

Gerade durch die Perfektion vermisst man bei dem Trio phasenweise das gewisse Etwas an Enthusiasmus. Und gerade weil die Schwestern so sehr auf Teamplay setzen, sucht man ausbrechende Überraschungsmomente hier vergeblich.

Zudem sind es vor allem eher seichtes Songwriting und dröge Akustik-Momente wie „Honest“, die dem Album Spannung und Entwicklungscharakter rauben. Dass unterm Strich trotzdem noch ein ambitioniertes Folkpop-Album übrig bleibt, spricht allerdings für das Potential der drei Schwestern. Die Kritik bleibt ja ohnehin in der Familie.

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