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Tiger Lou (Credit Mathias Johansson)

Tiger Lou – The Wound Dresser – Raubkatze mit Samtpfoten

Acht lange Jahre sind vergangen, seit das letzte Tiger Lou-Studiowerk „A Partial Print“ das Licht der Welt erblickte. Manch einer hatte schon alle Hoffnungen begraben.

Nach dem letzten Gig im Jahr 2009 beim Apple Tree Garden Festival wurde es merklich still um das schwedische Independent-Projekt von Karl Rasmus Kellerman. Mit der Veröffentlichung seines Solo-Albums „The 24th“ im Jahr 2010 gelang Kellerman zwar eine zwischenzeitliche Kurzzeit-Sättigung. Aber sechs weitere Jahre ohne Nachschlag sorgten bei den Tiger Lou-Anhängern für zunehmend schlechte Laune.

Doch nun geht die Tür endlich wieder auf. Kellermann ist zurück und präsentiert „The Wound Dresser“; ein Album, das sich selbst am meisten über sein Dasein freut. „Look at me, I’m a record!“, steht dick gedruckt im Booklet.

Ja, wir freuen uns auch; denn wir haben sie vermisst, die melancholischen 80s-Pop-Vibes, die, gedeckelt mit gezupften Gitarren-Themen und sphärischen Harmonien wahlweise zum entspannten Chillen („California Hauling“, „Rhodes“, „So Many Dynamos“) oder zum ausgelassenen Tanzen („Homecoming #2“, „Undertow“, „Leap Of Love“) animieren.

Mit einer pointierten Erweiterung des Tiger Lou-Soundgewands katapultiert sich Karl Rasmus Kellerman praktisch über Nacht wieder zurück ins Indie-Rampenlicht. Dabei stehen ihm markante Schlagzeugbeats, süffige Synthie-Landschaften und immer wieder eingestreute Gitarren-Tupfer treu zur Seite.

Wieder einmal stellt der Schwede das große Ganze über einzelne Songs. Hits sucht man auf „The Wound Dresser“ nämlich vergebens. Stattdessen beeindruckt das Album mit einer in sich stimmigen Melange aus Leidenschaft und unterschwelliger Energie, die Freunde atmosphärischer Indie-Pop-Sounds vom ersten Moment an in ihren Bann zieht.

In diesem Sinne: Herzlich Willkommen zurück!

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