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Vieles verunsichert mich noch – Banks im Interview

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In der amerikanischen R’n’B-Szene wird Jillian Rose Banks alias Banks bereits als der kommende Superstar gefeiert. Spätestens seit der Veröffentlichung ihres Debütalbums „Goddess“ im September 2014 liegen die Amis der 28-jährigen Sängerin aus Kalifornien regelrecht zu Füßen. Auch hierzulande überschlug sich die Presse mit Superlativen. Schnell wurden illustre Vergleichsnamen wie Lauryn Hill, Erykah Badu und Kate Bush in die Runde geworfen. Der Anfang war also gemacht. Die Popwelt reagierte mit Neugierde und dem Verlangen nach mehr. Zwei Jahre später ist es nun soweit. Banks legt ihr zweites Studioalbum „The Altar“ nach. Wir trafen uns mit dem neuen Stern am R’n’B-Himmel in Berlin zum Gespräch und plauderten über große Vergleiche, psychologische Hürden und das Leben auf der Überholspur.

MusikBlog: Banks, Du hast dich im Herbst 2014 mit der Veröffentlichung deines Debütalbums „Goddess“ praktisch über Nacht ins internationale R’n’B-Rampenlicht katapultiert. Seitdem werden dir überall auf der Welt rote Teppiche ausgerollt. Wie fühlst du dich in der Rolle des kommenden Superstars?

Banks: Mit dem Begriff „Superstar“ kann ich ehrlich gesagt nichts anfangen. (lacht) Sicher, in den vergangenen zwei Jahren ist unheimlich viel passiert. Aber ich stehe immer noch am Anfang meiner Entwicklung. Ich weiß das, und mein Umfeld weiß das auch. Dieser ganze Hype kommt nur von den Medien.

MusikBlog: Demnach nervt es dich auch, wenn dich Leute mit etablierten Business-Größen wie Lauryn Hill, Erykah Badu und Kate Bush in einen Topf werfen?

Banks: Nein, es nervt mich nicht. Es lässt mich aber auch nicht abheben. Die Vergleiche beziehen sich ja auch nur auf meine Art zu singen. Meine Stimmfarbe ist vielleicht ähnlich. Aber in puncto Songwriting haben mir Künstlerinnen wie Lauryn Hill und Erykah Badu natürlich noch unheimlich viel voraus.

MusikBlog: Du präsentierst dich sehr bescheiden. Auf der anderen Seite haust du aber mal eben so einen Song wie „Fuck With Myself“ raus. Wie passt das zusammen?

Banks: Die eigene Persönlichkeit auf Händen zu tragen ist unheimlich wichtig. Ich muss dazu aber auch sagen, dass es in dem Song nicht ausschließlich nur um mich geht. Es geht generell darum, dass man ein Gefühl für die eigenen Stärken entwickelt. Früher war ich sehr schüchtern. Als ich mit dem Singen anfing, habe ich kaum jemandem davon erzählt. Diese Entwicklung habe ich primär mit mir selbst ausgemacht. In diesem Business ist es aber wichtig, mit einem gewissen Selbstbewusstsein aufzutreten. Mittlerweile gelingt mir das auch schon ganz gut. Aber Vieles verunsichert mich natürlich auch noch.

MusikBlog: Du bist ja studierte Psychologin. Ist dein Fachwissen über die menschliche Psyche hilfreich, wenn es um den Umgang mit all den neuen Situationen in deinem Leben als Musikerin geht?

Banks: Nein, gar nicht. (lacht) Ich denke, wenn man sich als Künstler zu viele Gedanken darüber macht, wie die Menschen einzelne Songs interpretieren könnten, kommt man aus dem Nachdenken nicht mehr raus. Das gehörte auch zu meinem Lernprozess. Solche Gedanken rauben einem die Freiheit. Man schreibt dann nicht mehr aus dem Bauch heraus, sondern überlegt viel zu viel. Das funktioniert einfach nicht. Zumindest nicht bei mir.

MusikBlog: Apropos Nachdenken: Was ging denn eigentlich in deinem Kopf vor, als du fünf Monate nach deinem allerersten Live-Gig plötzlich mit The Weeknd auf Arena-Bühnen standst?

Banks: Das war natürlich irre. Es war total bizarr und unwirklich. Auf einmal waren da all die tausend Menschen, vor denen ich performen sollte. Ich wurde praktisch ins kalte Wasser geworfen. Vor allem ging alles so schnell. Man hat auf Tour kaum Zeit, das Erlebte in irgendeiner Art und Weise zu verarbeiten. Man ist voll drin in dieser Maschinerie. Man hat den ganzen Tag Termine, und abends geht es dann auf die Bühne. Das ist für jemanden, der neu dazu stößt, schon eine krasse Erfahrung.

MusikBlog: Dann kamen auch noch Jimmy Kimmel und Snoop Dogg um die Ecke…

Banks: Oh ja. (lacht) Der Kimmel-Auftritt war schon ein echtes Highlight. Und mal einen wie Snoop Dogg kennenzulernen, ist natürlich auch nicht ohne.

MusikBlog: Also ich würde bei solch einer rasanten Entwicklung bestimmt irgendwann die Bodenhaftung verlieren.

Banks: Bei mir sieht das anders aus. Ich bin ein Scheidungskind. Ich habe schon früh gelernt, mit Konfliktsituation umzugehen. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man sich verloren und einsam fühlt. Meine Vergangenheit hat mich als Persönlichkeit gefestigt, auch wenn ich viele Jahre brauchte, um an diesen Punkt zu gelangen. Natürlich genieße ich den Erfolg. Aber ich weiß auch, woher ich komme. Ich lasse mich von der momentanen Situation nicht blenden. Ich bleibe schön auf dem Teppich und lasse die Dinge einfach auf mich zukommen. Wenn das neue Album ein Erfolg wird, und die Leute mehr von mir hören und sehen wollen, dann ist das toll. Ich werde aber auch nicht daran zerbrechen, sollte dem nicht so sein.

MusikBlog: Klare Worte. Wir bleiben am Ball.

Banks: Das will ich hoffen. (lacht)

MusikBlog: Vielen Dank für das Interview.

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