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Warpaint – Heads Up

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Schöner die Müdigkeit nie klang. Die Entschleunigungsmeister von Warpaint sind zurück, besser denn je.

Dabei hätte man sich nach dem intensiven Getoure zum zweiten Album „Warpaint“ beinahe getrennt. Man wollte oberschlau sein und presste ein Zwei-Jahres-Schedule in eines, in der Hoffnung, so dem Lagerkoller zuvorzukommen, und unterschätzte, wie sehr der zu dicht gedrängte repetitive Alltag aus Flughafen, Hotel, Soundcheck und Show ausbrennt.

Ein seltenes Gut ist es in unserer heutigen Zeit, es mit einer Band zu tun zu haben, die mit jedem Album immer besser wird. Mit dem Debüt vor sechs Jahren wurde das Frauen-Quartett aus Los Angeles noch als Retro-Wellen-Band wahrgenommen, alle liebten damals The xx.

Doch Warpaint ließen nicht locker und untermauerten mit ihrem Nachfolgewerk vor über zwei Jahren, dass musikalische Intimität, beruhigte Reflexion und Emotionen verinnerlichende Entschleunigung keine Modeerscheinung für sie sind, sondern ihre musikalische Substanz.

Der Nachhall, die nächtliche Ruhe und Kühle – Warpaint sind wahre Meister der müden Trägheit, der nächtlichen Großstadterschöpftheit. Auf „Heads Up“ nun, bündeln Jenny Lee Lindberg, Stella Mozgawa, Emily Kokal und Theresa Wayman ihre Kräfte in nie gehört Form.

Die ersten beiden Alben kennen, bei allem Zauber, doch Momente plumper Dösigkeit. Dazu konnte man immer auch weg pennen. Bei „Heads Up“ ist das anders. Verantwortlich hierfür dürfte der neue Arbeitsprozess sein. Statt monatelang an Songs zu Feilen, Warpaint funktionieren sehr basisdemokratisch und jede durfte bisher eine Ewigkeit an ihren Parts fummeln, ging man diesmal den Weg gestresster Jungeltern: Scheiß drauf, lassen wir so.

Ein Segen, ein Warpaint-Album zu hören, welches in nur wenigen Wochen, für das L.A.er-Quartett ein Sprint, aufgenommen wurde.

Mit „Above Control“, „Heads Up“, „So Good“, „New Song“, der einzigen Uptempo-Nummer, oder „By Your Side“ versammeln sich hier Tiefgründigkeiten des langsamen Post-Punks, die faszinieren. Müde sein, die Nachtlichter einer Stadt beschauen, selten hat sich das so erhaben angefühlt wie mit Warpaints „Heads Up“. Jahresbestenmaterial.

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