Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages
JEFF The Brotherhood (Credit Michael Mederacke / Musikblog)
JEFF The Brotherhood (Credit Michael Mederacke / Musikblog)
JEFF The Brotherhood (Credit Michael Mederacke / Musikblog)
JEFF The Brotherhood (Credit Michael Mederacke / Musikblog)

JEFF The Brotherhood – Live im Orangehouse, München

“We’re gonna play a fucking rock show for you guys.” Mit diesem Satz ein Konzert beginnen? Kein Problem! Meistens bevorzugen Musiker zwar Phrasen wie “Geht es euch gut?”, “Seid ihr bereit?” wenn nicht sogar “Toll wieder hier zu sein!” – doch JEFF The Brotherhood sind anders.

Das Orangehouse in München ist nicht einmal halb voll, doch die Band hatte das Publikum in der Hand.

Was macht aber den Charme der Gebrüder Jake und Jamin Orrall aus? Die Antwort ist einfach: sie verkörpern eine simple Band mit Lust, Energie, Löchern im T-Shirt und alles ohne Allüren. Einfach simpel – wie das Konzert.

Schon beim Opener “Roachin’” kamen die Zuschauer auf ihre Kosten. Schlagzeuger Jamin Orrall schlug eine Minute lang ganz sanft auf sein Becken und erzeugte eine ruhige Stimmung – danach Abriss. Sein Bruder stieg mit ein und unterbrach auf seine Art die Ruhe abrupt. Verzerrte Gitarre und die Saiten kurz vorm Reißen stand auf dem Programm. Dies sollte sich auch bis zum Schluss nicht ändern.

JEFF The Brotherhood sind wie zwei Jugendliche, die den Plattenschrank ihrer Eltern aufgebrochen haben und die wertvolle Vinylsammlung verinnerlicht haben – eine Mischung aus Garage, Alternative, Psychodelic und Metal. Von allem eine kleine Prise, aber perfekt kombiniert.

Das gilt nicht nur für den aktuellen Longplayer, sondern auch für die Bühne. “Zone”, “Bad” und “Punishment” verliefen dröhnend reibungslos und das Publikum half ordentlich mit, denn für jeden war etwas dabei.

Es gab aber eine Formel, die für Band sowohl für Gäste galt: “German Helles Lager. Crazy shit! Best beer in the world. A U G U S T I N E R!”. Mit jeder Pause die eingelegt wurde, tranken alle an ihrem Bier. Jake Orrall ließ auch öfters seine Gitarre fiepen, so dass er nach knapp sechs Liedern fünf “German Helle” trinken konnte.

Da war es nach knapp 50 Minuten nicht verwunderlich, dass einer von 60 bei “Idiot” einen Mosh-Pit versuchte. Dies war zwar ohne Erfolg, aber der Stimmung schadete es nicht.

Nach knapp 70 Minuten war der Spaß mit “Portugal” sowie “Whatever I Want” dann auch zu Ende, aber die Energie war enorm. JEFF The Brotherhood legten ein sehr gutes Konzert hin, dem die 1200Besucherzahl nicht gerecht wurde. Dennoch bleibt eines stehen: die Band ist simpel, energiereich und absolut genial!

Schreibe einen Kommentar