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Kaiser Chiefs – Stay Together

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Die New Wave of Indie ist tot. Schon länger, klar. Aber es wurde zuvor mit keinem Album ein größerer Grabstein auf die 00-Jahre der britischen Rockmusik gesetzt, wie mit der neuen Kaiser Chiefs Platte „Stay Together“.

Weder Franz Ferdinand noch Bloc Party haben je einen solch eindeutigen Schlussstrich unter ihre eigene Vergangenheit gezogen. Dafür haben beide Bands im Gegensatz zu den Mannen um Ricky Wilson auch nie so bereitwillig ihre Seele verkauft.

Auf dem sechsten Studioalbum der Band aus Leeds ist kein Indierock mehr, kein New Wave und erst recht kein „Truly Angry Mob“. Da ist eigentlich gar nichts außer Fremdscham.

Und ganz so, als müsste man die Mainstream-Abgründe auch noch unterstreichen, wird im fast schon Eurodance-artigen „Press Rewind“ die Plattitüde „Pop Music, this is pop music, we are writing and recording pop music“ in Dauerschleife ausgegeben. Die Selbstironie, auf die die Kaiser Chiefs immer stolz waren, kann sie hier auch nicht mehr retten.

Jeder Indiefan wird den größtmöglichen Bogen um „Stay Together“ machen, und höchstens nochmal darauf stoßen, wenn der Arbeitgeber ihn zu einem teambildenden Betriebsausflug an den Ballermann verpflichtet.

Selbst Co-Songwriting ist nicht länger tabu. Und wenn man diese Grenze schon mal überwunden hat, dann kann man ja auch direkt mit dem einstigen Feind ins Bett steigen.

Die Right Said Fred Gedächtnis-Stöhner von Ricky Wilson in „Sunday Morning“ sprechen Bände. Ein Song, der von Westlife und One Direction Songwirter Wayne Hector zum verwertbaren Hohlblock gehauen wurde.

Die Ironie liegt darin, dass „Sunday Morning“ noch nicht einmal zum Schlimmsten auf „Stay Together“ zählt. Für alle, die einst „Employment“ verfielen, ist diese Platte ein Betrug an der Sympathie, die man für diese Band mal empfinden durfte.

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